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Screamin‘ Jay Hawkins, I Put a Spell on You, 1956

Text/Musik/ Jalacy Hawkins

Produzent/ Arnold Maxon

Label/ Okeh

“ I Put a Spell on You“ ist eine wirklich aussergewöhnliche Platte. Nachdem sie 1956 bei Okek, den Sublabel von Cloumbia Records, herausgekommen war, wurde sie als „kannibalistisch“ gebrandmarkt und aus dem Radio verbannt. Die Band, zu der auch Saxophonist Sam „The Man“ Taylor gehört, spielt eine relativ dezente, bluesige Walzerbegleitung, während Ex-Boxer Hawkins sich durch seinen Text schreit, brüllt, heult und ächzt.

Der Song war kein grosser Hit, wurde aber schliesslich eine Million Mal verkauft, obwohl die Plattenfirma in späteren Pressungen Hawkins‘ Grunzen und Stöhnen herausschnitt. Hawkins erzählte gern, dass der Song ursprünglich als Ballade gedacht war und die Aufnahme nur deswegen so verrückt wurde, weil alle Beteiligten völlig betrunken waren. Angeblich konnte Hawkins sich an nichts erinnern und musste von der Platte lernen, wie er den Song live performen sollte. Der New Yorker DJ Alan Freed ermutigte ihn, mit seinem skurrilen Bühnenprogramm auf Tour zu gehen – er kam im Sarg auf die Bühne, trug einen Umhang und hatte immer seinen Schädel Henry dabei.

Jim Jarmusch verwendete „I Put a Spell on You“ 1984 in seinem Film „Stranger Than Paradise“, und Hawkins spielte den Empfangschef in Jarmuschs „Mystery Train“ (1989).

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