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Marianne Faithfull, Sister Morphine, 1969

Text/ Musik/ Marianne Faithfull, Mick Jagger, Keith Richards

Produzent/ Mick Jagger

Label/ Decca

„Nachdem ich „Sister Morphine“ geschrieben hatte“, erklärte Marianne Faithfull 2002, „lernte ich, dass man sehr aufpassen muss, worüber man schreibt, denn es könnte wahr werden.“ Alles fing mit Faithfulls Partner Mick Jagger an. Sie erinnert sich, wie er „die Melodie seit ungefähr sechs Monaten… vor sich hinsummte, wenn er durchs Haus lief.“ Faithfull erfand die Geschichte dazu: ein Mann, „der einen schrecklichen Autounfall hatte. Er liegt im Sterben… und spricht zu der Krankenschwester.“

Jagger nahm den Song 1968 auf; er selbst spielte Gitarre, ebenso Ry Cooder, Jack Nitzsche Klavier, Bill Wyman Bass und Charlie Watts Drums. Ein paar Monate später kam Faithfulls Gesangsspur dazu. Der Song wurde 1969 als B-Seite von „Something Better“ veröffentlicht, wurde aber zurückgezogen, als Decca erkannte, worum es in „Sister Morphine“ ging. Die Stones, wieder mit Cooder und Nitzsche, nahmen das Lied im gleichen Jahr neu auf und veröffentlichten es auf „Sticky Fingers“.

Um dem damaligen Stones Manager möglichst wenig Geld zuzuspielen, fehlte Faithfull auf dem Album als Urheberin, erhielt aber Tantiemen, mit denen sie, Ironie des Schicksals, ihre Drogensucht finanzierte. Nach ihrem Comeback 1979 mit „Broken English“ nahm sie „Sister Morphine“ erneut auf. Das gespenstische Original bleibt jedoch eine der verstörendsten Prophezeiungen der Rockmusik.

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