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Neil Young, Like a Hurricane, 1977

Text/Musik/ Neil Young

Produzenten/ N. Young, D. Briggs, T.Mulligan

Label/ Reprise

Im Sommer 1975, sein Album „Tonight’s the Night“ stand gerade in den Regalen und der Nachfolger „Zuma“ kurz vor der Veröffentlichung, legte sich Neil Young unters Messer, um ein paar Knötchen an den Stimmbändern entfernen zu lassen. In der folgenden Genesungsphase, während der er zum Stummsein verdammt war und sich nur über Zeichen verständigen konnte, flüchtete Young mit ein paar befreundeten Roadie Kollegen nach La Honda, einer kleinen Stadt in den Bergen von Santa Cruz, wo sie eine tolle Zeit verbrachten.

Young hatte sich im Jahr zuvor von seiner Frau Carrie Snodgress getrennt,. Eines Abends fühlte er sich in einem Schuppen namens Venturi’s von einem Mädchen aus dem Ort (sie hiess Gail) magisch angezogen. Es wurde nichts daraus, aber Young wurde das Gefühl von dieser Anziehung nicht los. Ein paar Nächte später sass er an der Orgel und schrieb den Song, der sein nächstes grosses Gitarrenepos werden sollte. Immer noch stimmlos kritzelte er zwei Refrainzeilen zum Thema zerstörerische Sehnsucht aufs Papier: „You are like a hurricane/ There’s calm in yer eye.“

Young legte den Song bald darauf seiner Band Crazy Horse vor. Nach ein paar Fehlstarts stellte Frank „Poncho“ Sampedro seine Rhythmusgitarre weg und und setze sich an den Stringman-Synthesizer, um Young mehr Raum für sein ausschweifendes, bewegendes Solo zu geben.

2 Gedanken zu “

  1. Die Hurrican-Entstehung kenne ich anders (aus einem Interview des „Rolling stone“ anlässlich der Veröffentlichung der „Chrome dreams II“) da gehts nicht um ein girl, sondern um seine Mutter und „the believer“ ist sozusagen ein Nachtrag-Song zum Hurrican. Aber vielleicht wollte er 1975 auch einfach nur cool sein „vor den Boys“ und nicht zugeben ein Mama-Liedchen geschrieben zu haben. Wer ist schon gerne Heintje?

    http://www.rockzirkus.de/forum/showthread.php?3598-Young-Neil/page7&highlight=neil+young

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  2. Danke für den Link! Keine Ahnung welche der beiden Geschichten nun stimmt. Neil Young hält sich in seinen Songs inhaltlich nicht immer an die Fakten. Ähnliches findet sich übrigens auch in „Cortez the killer“ oder „Pocahontas“, wo er die untergangene Welt der amerikanischen Ureinwohner idealisiert, ohne sich zu sehr mit historischen Details aufzuhalten. Das ist aber alles auch gar nicht wichtig!

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