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Julie London, Cry Me a River, 1956

Text/ Musik/ Arthur Hamilton

Produzent/ Bobby Troup

Label/ Liberty

Als Arthur Hamilton „Cry Me a River “ schrieb, stellte er sich vor, Ella Fitzgerald könnte den Song in dem Film „Pete Kelly’s Blues“ (1955) singen, aber dazu kam es nicht, das Lied wurde gestrichen.

Am Ende kam die ehemalige Dschungeldarstellerin Julie London, das Pin-up-Girl mit der sinnlichen Stimme, in den Genuss in dem Film „The Girl Can’t Help It, 1956“. Die jazzige Nummer war ein Überbleibsel aus der Vergangenheit in einem Film, der hauptsächlich dem Rock’n’Roll huldigte, verkaufte sich aber dennoch viele Millionen Male und entwickelte sich zu einem der am häufigsten gecoverten Standards aller Zeiten.

Hamiltons jazzige Blues-Komposition knüpfte an die Tradition der Torch Songs an, erlaubte sich aber ein paar Neuerungen: Die Sängerin ist aufsässig und dreht den Spiess um, als der Mann der sie verliess – ein Schuft, der vorgab, die Liebe sei „zu pöpelhaft“ – wieder angekrochen kommt. Auch das sparsame Arrangement war neu: Statt der Torch-Song-üblichen Klavier- und Orchesterbegleitung wird die Sängerin nur Ray Leatherwoods und der E-Gitarre von Barney Kessel unterstützt.

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