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The Beatles, Ticket to Ride, 1965

Text/Musik/ John Lennon, Paul Mc Cartney

Produzent/ George Martin

Label/ Parlophone

Beatles-Platten waren immer Hits, aber angesichts des kommerziellen Erfolgs dieser kommerziellsten aller Bands kann man leicht übersehen, auf wie viele echte Innovation ihre grosse Anziehungskraft beruht.

Beweisstück: „Ticket to Ride“ war natürlich ein Nr. 1 Hit auf beiden Seiten des Atlantik. Eigentlich ist der Song kein A-Seiten-Material: Er ist langsam (und länger als alle Beatles-Tracks davor), der Schlagzeug-Part stolpert ungelenk umher und das Opening bleibt verbissen zehn Takte lang, einschliesslich Intro, auf ein und derselben Tonart hängen. Ausserdem ist der Text deutlich melancholisch.

„Ticket to Ride“ steht für einen Vorstoss auf wenig bekanntes Terrain. Wichtige Einflüsse waren Tamla Motown ( in deren Hits wie „Dancing in the Street“ von Martha & The Vandellas ist zu Beginn ein gleichbleibender tiefer Ton zu hören) und der helle Gitarrensound der Searchers. Klanglich ist der Song eine deutliche Weiterentwicklung und scheint – mit dem schiefen Drum-Part – nie zur Ruhe zu kommen. Ringo Starrs dröhnendes Schlagzeug verweist bereits auf „Rain“ und „Tomorrow Never Knows“ von 1966. Zusammen mit mit der hohen Basslinie und den vordergründigen Gitarren ist dies wohl der Grund, warum Lennon später „Ticket to Ride“ als einen der frühesten Heavy-Metal-Songs bezeichnete.

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