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The Beatles, Tomorrow Never Knows, 1966

Text/Musik/ John Lennon, Paul McCartney

Produzent/ George Martin

Label/ Parlophone

1963 waren die Beatles noch zufrieden damit, die Hand eines Mädchens zu halten. Bei „Tomorrow Never Knows“wollten sie schon mit dem ganzen Universum ins Bett. Psychedelische Drogen, vorallem LSD, stellten in den späten 60er Jahren die Pop-Welt auf den Kopf und verschoben den Fokus von Schulhofromanze auf spirituelle Erleuchtung.

„Tomorrow Never Knows“, das letzte Stück auf dem 1966 veröffentlichten Album „Revolver“, war einer der ersten Psychedelic-Rock-Titel und wirkt bis heute faszinierend modern. Kurz nachdem John Lennon angefangen hatte, mit LSD zu experimentieren, las er „Psychedelische Erfahrungen“ von LSD-Guru Timothy Leary. Die Anfangszeilen des Songs („Schalte den Verstand aus, entspann dich und lass dich flussabwärts treiben“) stammen aus diesem Buch. Dieser Zusammenprall von Chemie und Philosophie brachte ein revolutionäres Stück Musik hervor. Über einem hypnotischen Schlagzeug- und Bassloop spuken seltsame Vogelschreie durch den Song, als kreisten Möwen über einer unirdischen Küste. Lennon skizzierte in dieser ausserordentlichen Klangkulisse die Grundsätze eines neuen Glaubens.

Dieser song enthält viele historisch interessante Details: So stammt das rückwärts abgespielte Gitarrensolo aus dem „Revolver“-Opener „Taxman“ und der Titel geht auf eine typische Bemerkung Ringo Starrs bei einem BBC-Interview zurück.

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