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Francoise Hardy, Tous les garcons et les filles, 1962

Text/Musik/ F. Hardy, R. Samyn

Produzent/ Chuck Blackwell

Label/ Vogue

Francoise Hardy kam 1944 als Tochter einer alleinerziehenden Mutter in Paris zur Welt. Zu ihrem 16. Geburtstag bekam sie eine Gitarre und fing an, französische und amerikanische Pop- und Folksongs zu spielen. 1961 meldete sie sich auf eine Zeitungsannonce, in der Nachwuchssänger gesucht wurden. Die faszinierende junge Frau mit der interessanten Stimme und den introspektiven Liedern bekam schnell einen Plattenvertrag. Ihre erste Single vom Juni 1962 kombinierte „Oh oh chéri“ ( A-Seite) mit dem von Hardy selbst geschriebenen „Tous les garcons et les filles“ (B-Seite), bei dem ihre beiläufige, doch eindringliche Stimme über einem einfachen Walzer-Rhythmus schwebt.

„Oh oh chéri“ war kein Erfolg. 1962 nutzte Hardy die Gelegenheit, bei einem Auftritt im französischen Fernsehen „Tous les garcons et les filles“ zu singen – mit enormem Erfolg: 700.000 Tonträger wurden verkauft. Die Erzählerin beklagt darin all die glücklichen Paare um sie herum, während sie allein bleibt und noch nie Liebe erfahren hat.

Francoise Hardy ist heute einer der beliebtesten Singer-Songwriter Frankreichs. Die gefühlvolle Zartheit ihrer klangvollen Lieder berühren den Hörer, auch wenn er kein Französisch spricht. „Tous les garcons et les filles“ gilt als ein Klassiker des französischen 60er-Jahre-Pop.

2 Gedanken zu “

  1. ach ja, francoise … sie war plötzlich ganz einfach da.
    1963 – deutschlands schlagerwelt bestand unter anderem aus freddy, rex gildo, gitte und manuela,
    während sich international so einiges tat: elvis presley war noch vertreten, aber peter paul & mary
    brachten schon den hauch einer neuen zeit mit sich, was die USA betraf.
    in england hielt sich cliff richard noch ganz tapfer, wurde aber schließlich ziemlich schnell von den beatles,
    rolling stones, den searchers und dem aufkommenden beat generell an den rand gedrängt.
    mittendrin war dann plötzlich dieses junge ding und diese schallplatte mit den vier liedern in einer weißen hülle. sie war ein bißchen älter als wir und sang ihre lieder in einer sprache, die von uns keiner verstand.
    aber ihre musik kam an und das gefühl, welches sie durch sie zum ausdruck brachte, kam rüber –
    und ebenso plötzlich wollte jeder ein solches mädchen zur freundin haben:
    eine, die gut aussieht, lange haare hat, gitarre spielen und gut singen kann.
    für mich ging dieser traum von damals zwar so nicht in erfüllung (gitarre spielen und singen muß ich selbst),
    aber francoise hardy höre ich auch heute noch sehr gerne, aktuelles material inklusive.

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    1. Francoise Hardy war natürlich wunderschön. Frag den Abendwind. Das klang nicht ganz so, wie sie aussah. Comment te dire adieu war aber ein tolles Stück. Jacques Dutronc mit Mini Jupes und Les Playboys habe ich damals auch geschätzt. Beim französischen Chanson und beim deutschen Schlager gab es ja auch Frauen. Aber bei der Beatmusik, da waren fast keine Frauen. Shandie Shaw, Lulu, P.P. Arnold vielleicht und natürlich im Beat-Club die Uschi Nerke.

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