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Donovan, Season of the Witch, 1966

Text/ Musik/ Donovan Leitch

Produzent/ Mickie Most

Label/ Epic

„Season of the Witch“ ist nicht so bekannt wie Donovans „Sunshine Superman“ oder Mellow Yellow“, ist aber die perfekte Verkörperung des härteren psychedelischen Sounds, den er sich fortan zu eigen machen sollte und der ihm half, das von ihm ungeliebte Etikett des „britischen Bob Dylan“ abzuschütteln.

Mit dem flinken („Fast“) Eddie Hoh am Schlagzeug, Lenny Matlin an den Keyboards und Bobby Ray am Bass mieteten sich Donovan und Produzent Mickie Most in die CBS Studios in L.A. ein, um ihren neuen Ansatz in Sachen Pop auszuprobieren. Über Rays schweren Backbeat-Bass spielt Donovan auf einer weissen Fender Telecaster kratzige Akkorde, die allmählich an Lautstärke gewinnen und in einen klagenden Refrain münden. Der (trotz Widerstand von seitens der Tontechniker) voll aufgedrehte Bass verlieh dem künftigen Kultriff ordentlich Nachdruck.

Donovan vermied die ihm nachgesagte Realitätsferne und schrieb einen scharfsichtigen Text über die Kommerzialisierung und Fallgruben der Gegenkultur. Eine bedrohliche Stimmung schwebt über dem Track, eine Ahnung, dass man eines Tages für all die LSD-Flüge bezahlen muss.

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