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The Doors,The End,  1967

Text/Musik/ The Doors

Produzent/ Paul A. Rothschild

Label/ Elektra

„The End“ ist einer jener Songs, die man, auch wenn man sie nicht mag, bewundern muss. Überragend in Länge und Tragweite, ein Monument des Tabubruchs und der Grenzüberschreitung, wie es sogar für 1967 herausragend war, einer Zeit, als die Popmusik begann, die Parameter des Möglichen zu erkunden.

Eigentlich war das nicht so geplant. „The End“ war anfangs ein ganz normaler Drei-Minuten-Popsong, ähnlich wie der Doors Hit „Light My Fire“, wurde jedoch im Verlauf einiger berauschenden Auftritte in Los Angeles derart durch den Wolf gedreht, dass der Track schliesslich fast 12 Minuten lang war: düstere Orgelklänge, indianisch angehauchte Gitarren-Drones, zurückhaltend-jazzige Drums und ein höchst emotionaler, umstrittener gesprochener Text mit ödipalen Anspielungen.

Diese Musik war anders als alles bisherige und inspirierte zahllose Bands von Black Sabbath bis Joy Divison. Aber dann verkam Morrisson zu einer Parodie seiner selbst, und als Coppola „The End“ für seinen bombastischen Film „Apocalypse Now“ ausborgte, wurde der Song als Synonym für Grossspurigkeit verspottet. Dennoch ist „The End“ ein ehrfurchtgebietendes, wenn auch selbstgefälliges, grandioses Musikdokument.

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