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The Kinks, Days, 1968

Text/Musik/ Ray Davies

Produzent/ Ray Davies

Label/ Pye

The Kinks waren bekanntermassen eine explosive Mischung; zwischen Frontmann Ray Davies, seinem Bruder Dave und den anderen Mitgliedern kam es regelmässig zu Prügeleien. Dieses Konfliktpotential, verstärkt durch die enttäuschenden Verkaufszahlen der letzten Single „Wonderboy“ und die schwierigen Aufnahmen für das nächste Album „The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ bewogen Ray Davies im Sommer 1968 dazu, eine Trennung von den Kinks in Betracht zu ziehen.

Dementsprechend klingt „Days“ nach einem bittersüssen Lebewohl, dessen feine Melancholie sich aus der Erinnerung an Freud und Leid der gescheiterten Beziehung speist. Davies ist dankbar für diese „Tage“, aber auch dafür, dass sie vorüber sind. Der reife, wehmütige Text zeigt seine Loslösung von den psychedelischen Zeiten; während seine Zeitgenossen Reisen an die Grenzen der Vorstellungskraft unternahmen, rang er der nüchternen Realität bewegenden Pop ab.

Sogar während des Aufnahmen für „Days“ waren die Kinks ein Pulverfass, und Bassist Pete Quaife rannte nach einem heftigen Streit mit Davies aus dem Studio. Doch der Erfolg des Songs beruhigte die Gemüter etwas. Die Arbeit am Album wurde fortgesetzt, ganz in der wunderlichen, persönlichen Stimmung von „Days“. Bei seiner Veröffentlichung war das Album zwar ein Flop, gilt aber heute als Meisterwerk.

 

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