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Brian Eno, By This River, 1977

Text/Musik/ B. Eno, H.J. Roedelius, D. Moebius

Produzent/ Brian Eno, Rhett Davies

Label/ Polydor

„By This River“, das Herzstück auf Seite zwei von Brian Enos letzten Solo-Mainstream Popalbum der 70er Jahre, ist ein wunderschönes minimalistische Stück für Klavier und Gesang, inspiriert durch die Sessions mit Roedelius und Moebius, den Elektronik-Experimentalisten von Cluster. Das Wassermotiv durchzieht viele von Enos Werken. „By This River“, ein sanftes, fast schlafartiges Stück, nur aus Klavier, intimem Gesang und Enos typischer Ambient-Atmosphäre, sitzt perfekt zwischen dem hypnotischen „Julie with…“ und dem unheimlichen „Through Hollow Lands“.

Das Album „Before and After Science“ –  auf Vinyl aufgeteilt in eine „Artrock“ – und in eine heiter-melancholische, nachdenkliche Seite – war das Ergebnis langwieriger Aufnahmen, in denen Eno sich mühte, aus einer Überfülle an Ideen eine Platte fertigzustellen.

Nach 1977 und bis zu „Wrong Way Up“, seinem Projekt mit John Cale 1990, zog er sich mehr oder weniger von der Leadstimme zurück, aber in „By This River“ zeigt Eno seine Stärken als Sänger. Seine sanfte Stimme – zurückhaltend, intim und ein klein wenig verloren – endet mit einem vielstimmige Summen über dem Klavierrefrain.

Beim Brighton Festival im Mai 2010, dessen Kurator er war, genoss das Publikum den ausserordentlich seltenen Auftritt Enos mit vier Songs, einschliesslich „By This River“, dem Lieblingssong seiner Tochter.

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