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Iggy Pop, Dum Dum Boys, 1977

Text/Musik/ David Bowie, Iggy Pop

Produzenten/ Brian Eno, Rhett Davies

Label/ Polydor

Iggy Pops „Dum Dum Boys“, aufgenommen während einer fruchtbaren musikalischen Partnerschaft mit David Bowie etwa drei Jahre nach der Auflösung der Stooges, ist eine eindringliche Betrachtung des traurigen Niedergangs dieser Band. In Form eines Selbstgesprächs, begleitet nur von Fingerschnippen und sparsamen E-Piano, denkt Iggy über das Schicksal diverser Ex-Stooges nach, den titelgebenden „Blödmännern“. „Was ist eigentlich mit Zeke (Zettner) passiert? fragt er – „Der ist an Heroin gestorben.“ Wir erfahren, dass „Dave“ (Alexander) zuviel Alkohol abbekam und „Rock“ (Scott Asheton) jetzt „bei seiner Mutter wohnt“.

Nach diesem unverblümtenm Epilog setzt die Band ein, deren Sound weit entfernt vom typischen Drei-Akkorde-Chaos der Stooges ist. Auf dem Drumbeat liegt Echo, die vielschichtigen Gitarrenspuren sind verzerrt – Effekte, die auch eine andere Veröffentlichung des Jahres 1977 prägen: Bowies „Heroes“. Iggy meinte, von Bowie habe er die Songidee und den Titel; und „dieses Gitarren-Arpeggio, wie es Metal-Bands heute mögen.“

Iggy war sein musikalischer Neubeginn zwar wichtig, aber er macht auch klar, dass er seine „Dum-Dum-Boys“ vermisst: „Hey, where are you now when I need your noise?“. Er sollte 2003 wieder mit ihnen zusammenkommen, als die neuvereinten Stooges endlich die Anerkennung fanden, die sie 30 Jahre zuvor verdient gehabt hätten.

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