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Flamin Groovies, Teenage Head, 1971

Produzent/ Richard Robinson

Label/ Kama Sutra

Die Flamin’ Grooves kamen Mitte der 60er Jahre aus der Musikszene von San Francisco, aber sie versuchten nie an der grossen psychedelischen Party teilzunehmen. Statt dessen konzentrierten sie sich auf einen puren Sound, der viel mit Rockabilly und frühen Beatles und Stones gemeinsam hatte.

Zwischen 1968 und 1976 war die fruchtbarste Zeit der Groovies, in der sie Unmengen denkwürdiger Songs schrieben. „Teenage Head“ war das letzte Album in der ursprünglichen Zusammensetzung der Band: die Spannungen zwischen Gitarrist Cyril Jordan und Sänger Roy Loney sind im harten, grimmigen Sound spürbar. Der Titelsong verklärt jugendliche Entfremdung, während bei „High Fly Baby“ die Fetzen fliegen. Geschickt werden verschiedene Bluesstücke aufbereitet – wie etwa Robert Johnson „32-20“. Mit dem düsteren Cover wird die dominierende Bilderwelt der Hippies abgelehnt – die Flamin Groovies präsentierten sich als Aussenseiter (und sicherlich sahen sie sich selbst als solche).

Die wenigen Besprechungen der LP waren durchwegs positiv, doch die Groovies waren am falschen Ort in einem Amerika, das besessen war von Gitarrensoli spielenden Rockbands; wenige Monate nach Veröffentlichung der Platte nahm Roy Loney enttäuscht den Hut. Cyril Jordan strukturierte die Band neu und ging mit ihnen nach England, wo sie beim aufblühenden Punk einen gewissen Einfluss ausübten, bevor sie sich 1979 auflösten.

5 Gedanken zu “

  1. Interesting. I own this album on vinyl and just recently added it to my list to post on someday. I don’t even know what made me think of it. If I recall correctly, I bought it in the first place because Rolling Stone liked it. But yeah, they never really rose much above being a cult band..

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  2. Ein anderer sehr guter Tip. Ich hatte von dieser Band zuvor schlicht nicht gehoert, noch nicht einmal den Namen!

    Als es dann im (amerikanischen) Store von Apple Music hiess, Mick Jagger habe ueber dieses Album gesagt die Flamin Groovies haetten es hier besser verstanden als die Stones auf Sticky Finger den puren Blues mit dem Rock & Roll zu vermischen, bin ich dann so richtig neurig geworden.

    Fast noch besser als die bereits genialen Stuecke des urspruenglichen Albums gefallen mir die Coverversionen, die als Bonusstuecke auf der erweiterten CD zu finden sind, insbesondere Shakin‘ All Over, That“ll Be the Day, Louie Louie and Carol. Letzteres klingt besser als die Version der Stones!

    Die beiden ersten Alben dieser Band sind ebenfalls super. Als grosser Fan der British Invasion gefallen mir die retro-sechziger Alben, welche die Band nach ihrer Neuformiering herausbrachte, ebenfalls gut.

    Also ein rundherum Klasse Tip! 🙂

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    1. Ja, „Teenage Head“ kam etwa zur gleichen Zeit auf den Markt wie „Sticky Fingers“. Die Songs und der Stil ähneln sich bei beiden Alben. Rock mit Anleihen von Captain Beefheart, den Stones oder auch Randy Newman. Es gibt bluesige und ruhige Songs, aber auch viel Rock’n’Roll. Vielseitig und abwechslungsreich ist auch die Flamin Groovies-Sammlung „Groovies Greatest Grooves“.

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