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Brian Eno And David Byrne, My Life In The Bush Of Ghosts, 1981

Produzent/ Brian Eno, David Byrne

Label/ Sire

Inspiriert wurde „My Life In The Bush Of Ghosts“ von Holger Czukays „Movies“ (1979). Nur wenige kennen diese Sounds – Ähnlichkeiten gibt es mit Peter Gabriel drittem Album oder bei den Talking Heads. Tatsächlich war das Album als Vorläufer von „Remain In Light“ geplant, doch rechtliche Probleme führten dazu, dass man abbrach und neu begann.

Rhythmen aus aller Welt, Funk und Elektronik wurden gekrönt mit gesampelten Sängern, Radioschnipseln und Predigern – berüchtigt ist der Exorzist in „The Jezebel Spirit“. „America Is Waiting“ und „Regimen“ sind Stücke, die „normalem“ Rock am nächsten kommen. Der Rest ist finster („Mea Culpa“), gespenstisch („Moonlight In Glory“), verwandt mit „Seen And Not Seen“ auf „Remain In Light“ oder einfach wunderschön.

Das Stück „Qu’ran“ wurde später auf einigen Editionen durch die B-Seite der „Jezebel“-Single („Very , Very Hungry“) ersetzt, um islamische Einwände zu vermeiden. Aber „Bush Of Ghosts“ ist gleichzeitig Zeugnis von Byrnes und Enos Voraussicht (Hip-Hop-Sampling und westliche Öffnung für World Music waren noch Jahre entfernt) und davon, wie ausserordentlich Musik sein kann, wenn sie gegen alle Regeln verstösst.

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