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Devo, Q: Are We Not Men? A: We Are Devo!, 1978

Produzent/ Brian Eno

Label/ Warner Bros.

In den siebziger Jahre hörte man Synthesizer im Pop hauptsächlich auf Discoplatten und bei ausgefeilten Studioproduktionen von Prog-Rock-Bands wie Yes. Zu Punk Performances gehörten sie nicht dazu, obwohl Kraftwerk sie souverän einsetzten, als sie punkige Entfremdungsthemen in ihrer Proto-Techno-Musik erforschten.

Enfremdung war das Schlüsselwort bei Devo, dem Quintett aus Ohio, dessen explosives, von Brian Eno produziertes Debut den mächtigen Gitarrensound der Punkmusik mit harschen, metallischen Synthesizern ausschmückte. Allerdings gingen sie auf „Q: Are We Not Men? A: We Are Devo¨“ noch relativ sparsam mit ihnen um, verglichen mit den Überschwemmungen, die für spätere Arbeiten typisch waren.

Aber Devos Studioplatten, die zwischen 1978 und 1881 entstanden, waren thematisch miteinander verknüpft. Die ehemaligen Kunststudenten waren talentierte Satiriker und kulivierten eine verzweifelte, wenn auch vage Philosophie: dank dubioser Innovationen wie Raumfahrt und Fast Food findet in der Zivilisation keine Evolution statt, sondern eine „De-Evolution“ (daher der Bandname). Zum Glück liessen sich Devo durch keine Theorie davon abhalten, ausgezeichnete Musik zu machen.

Interessanterweise ist der markaneste und berühmteste Song ein Cover von „Satisfaction“. Doch während die Stones draufgängerisch und sexy sind, wird der Song bei Mark Mothersbaugh zum beklemmenden, frenetischen Aufschrei gegen den bedrückenden Konsumterror.

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