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Rickie Lee Jones, 1979

Produzent, Lenny Waronker, Russ Titelman

Label/ Warner Bros.

Rickie Lee Jones war gerade 25 Jahre alt, als sie 1979 dieses Debütalbum herausbrachte. Damals gab es eine aktive Clubszene in Los Angeles und gute Talentscouts auch bei den großen Plattenfirmen, sonst wäre so eine Über-Produktion (die Elite der LA-Studioszene sorgt für fantastischen Sound und perfekte Musik) bei einem Erstling niemals möglich gewesen. Immerhin hatte die Künstlerin ausser einem Schulabbruch, ziellosem Vagabundieren und einigen kleinen Nachtclub-Gigs zu diesem Zeitpunkt noch nichts vorzuweisen als begnadetes Songwriting und eine gewöhnungsbedürftige, verschnupfte Stimme.

Das Debüt-Album von Rickie Lee Jones ist niveauvoll, perfekt instrumentiert. Jede Note ist an ihrem Platz und mit „Chuck E’s In Love“ sogar ein Super-Hit dabei. „Last Chance Texaco“ im Gegensatz dazu ganz Melodram und Chanson. Das sehr funkige „Danny’s All Star Joint“ ist jederzeit als Tanzflächenfüller zu gebrauchen. Und in „Easy Money“ zeigt Jones, wie verrucht, geheimnisvoll und jazzig ein kleines Mädchen aus Chicago klingen kann, wenn es darauf ankommt.

Dr. John, Michael Boddicker und Randy Newman sorgen für erlesene Keyboards. Steve Gadd bleibt am Schlagzeug präzise wie immer. Nick DeCaro schreibt feinsinnig-geschmackvolle Orchesterarrangements. Michael McDonald von den Doobie Brothers bringt feine background-vocals. Und das alles in einem legendär durchsichtigen und perfekt gestaffelten Klangbild, das den zwischen Schnupfentante, weinerlicher Göre und femme fatale kreisenden Gesang von Rickie Lee Jones perfekt einrahmt.

4 Gedanken zu “

    1. Sie zerdehnt die Silben bis ins Unendliche, kaut auf den Worten herum und klingt nach verschnupftem Kind und Jazz-Chanteuse zugleich. Aber es sind vorallem die wundervollen Songs, die das Album besonders machen und da ist „Last Chance Texaco“ nur ein sehnsüchtiges Highlight unter vielen.

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