10.jpg

The Kinks, 1964

Produzent/ Shel Talmy

Label/ Pye

Ohne die Kinks wäre die British Invasion nicht so verlaufen, wie sie letztlich in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Doch nicht nur die Mod- und Britpop-Bewegung beziehen die 60er Jahre Band als Grundstein ihrer Chroniken ein: Ohne einen, von dem sterilen Gitarrensound genervten, Dave Davies ist fragwürdig, ob es heute überhaupt jenen verzerrten Gitarrensound gäbe, der sich inzwischen auf fast jeder Platte wiederfindet und sämtliche Bereiche der Pop- und Rockmusik durchzogen.

Der berühmteste Song des Albums ist wohl „You Really Got Me“ – und damit auch genau das Stück, welches die Karriere der Kinks ins Rollen brachte. Dabei sah es anfänglich gar nicht mal so gut aus für die Band: Die ersten beiden Singles von den Kinks floppten und die erste Version von „You Really Got Me“ war viel zu klar und sauber, um die Energie der Jungs vernünftig einfangen zu können. Was folgte, war ein handfester Streit mit der Plattenfirma, die kein Interesse daran hatte, noch einen Studio-Aufenthalt der Band zu bezahlen.

Es war eine kleine Klausel im Vertrag, die es den Kinks ermöglichte, den Song so lange zurück zu halten, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Für den richtigen Sound zerschnitt Gitarrist Dave Davies das Membran seiner Verstärker-Box, die fortan einen verzerrten und „dreckigen“ Klang von sich gab. Gut so, denn wer möchte bei so einer Band schon die verzerrten Gitarren missen?
Mit Single und Album schaffte die Band den weltweiten Durchbruch, prangte auf Magazin-Cover und Plakatwänden und eröffnete Shows für die Beatles.

10 Gedanken zu “

    1. Das Album wurde in genau einer Woche Studiozeit aufgenommen. Das reichte zwar nicht für einen Klassiker, aber doch für ein durchschnittliches Debütalbum einer Beatband jener Tage.

      Gefällt 1 Person

  1. I’m actually working on a blog series about the Kinks. Allmusic was dismissive of this album. I listened to it anyway and thought it was terrific. Lots of raw energy and 1/2 dozen Ray Davies songs including „Stop Your Sobbing.“ Very underrated IMHO.

    Gefällt 1 Person

  2. Die Mischung ist zwar noch unausgewogen, man hört nur gelegentlich die Kinks heraus, aber wenn dann you really got me anfängt, weiß man, was diese Band und diese Aufnahme für die Rockmusik bedeuten.

    Gefällt 1 Person

    1. Für das erste Kinks-Album gab es genau eine Woche Studiozeit. Höhere Produktionskosten wären für die Plattenfirma Unsinn gewesen. Als sich „You really got me“ 1964 auf Platz 1 der britischen Charts setzte, mag dies die frühe Geburt des Heavy Metal gewesen sein, jedoch nicht die der Kinks oder ihrer Plattenkarriere.

      Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.