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The Clash, (White Man) In Hammersmith Palais, 1978

Text/Musik/ Joe Strummer, Mick Jones

Produzent/ The Clash

Label/ CBS

Am 5. Juni 1977 besuchte Joe Strummer von The Clash zusammen mit Bekannten einen Reggae-Abend im Hammersmith Palais; Headliner waren die jamaikanischen Künstler Dillinger, Leroy Smart und Delroy Wilson. Nach dieser Nacht schrieb Strummer seinen, wie er fand, besten Song: „(White Man) In Hammersmith Palais“. Ausschlaggebend war sein Gefühl, dass die Show zu sehr Showbiz, die Musik zu sehr „Pop-Reggae“ war, wo er sich revolutionätren Roots-Sound erhofft hatte. In „(White Man) In Hammersmith Palais“, im Juni 1978 als Single veröffentlicht, entfernte sich die Band vom rifflastigen, rauhen Punk und baute auf dem punkigen Reggae-Hybrid ihres Junior-Murvin-Covers „Police and Thieves“ auf.

Joe Strummer beschwert sich im Song, dass jede bewaffnete Revolution scheitern würde, weil sie nicht gegen die britische Armee ankäme. Er ruft schwarze und weisse Jugendliche zur Einheit auf, regt eine Umverteilung des Reichtums an und wirft der Punkbeweghung vor, die „neuen Gruppen“ in „Mass-Anzügen“ wollen die Rebellion zu Geld machen. Strummer gibt auch einen ätzenden Kommentar zum Aufstieg des rechtsextremen National Front in Grossbritanien an: „Wenn Hitler heute einflöge, würden sie ihm auf jeden Fall eine Limousine schicken.“

5 Gedanken zu “

  1. Strummer rief zur Revolution auf und war gleichzeitig beim US-Mediengiganten CBS unter Vertrag. Schon damals eine Lachnummer. Er selbst hat die Rebellion im großen Stil zu Geld gemacht. Musikalisch waren die Clash trotzdem sehr ok.

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    1. Ich mochte die Clash, ich mochte erst ihre rohe Energie, dann ihren Stilreichtum. Der Punkrock war ihnen bald zu beschränkt, sie entdeckten Dub und Jazz, alles Mögliche. Sie waren gut angezogen und ihre Texte waren radikal. Das Politische interessierte mich aber am allerwenigsten, ihre Parolen fand ich platt, aber rote Sterne, die auf schwarze Hemden genäht waren sahen halt gut aus.

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      1. Das kann man auf alle Fälle so stehen lassen. Das Debüt geht als Punk-Scheibe nach wie vor gut ins Ohr, ihre Entwicklung fand ich spannend und vor allem in den LPs „London Calling“ und „Combat Rock“ hochinteressant und sehr gelungen. Strummer hat später auch noch ein paar brauchbare Solo-Sachen gemacht, mit dem Big-Audio-Dynamite-Zeug von Mick Jones konnte ich später nichts mehr anfangen.

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