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Ry Cooder, Get Rhythm, 1987

Produzent/ Ry Cooder

Label/ Warner Bros.

In den den 80er Jahren war Ry Cooder oft hinter den Kulissen tätig. Als Produzent, Autor und Instrumentalist meisterte er einige der wertvollsten Soundtracks der Decade, „The Border“, „The Long Riders“, „Alamo Bay“, „Paris, Texas“, „Blue City“ und „Crossroads“. Der 40jährige-Gitarrist aus Los Angeles zeichnete sich stets von neuem als ein sensibler Interpret und Umsetzer enthnischer Musikstile aus.

Auf seiner ersten Nicht-Soundtrack-Platte nach fünf Jahre treibt Cooder wieder ganz auf der traditionellen amerikanischen Folk- und Country-Musik abseits von Kommerz-Tönen, nicht ohne tiefschürfende Abstecher zu Blues und Tex-Mex. Fast allein schreibt sich die Liste derer, die mitgemacht haben. Gute Namen sind reine Poesie: Buell Neidlinger, einst Bassist von Cecil Taylor, dann Dirigent, dann wieder 1972 bei Van Dyke Parks aufgetaucht. Der wiederum spielt alle Keyboards. Larry Blackmon von Cameo lässt sich bei einem überreich gewürzten „All Shock Up“ vernehmen, Harry Dean Stanton kommt zu Wort, wenn es virtuos traurig (hier exakt das Gegenteil von traurig virtuos) wird. Cooders langjährige Vocalbegleiter Bobby King und Willie Green sind auch dabei. Und der Akkordeonspieler Flaco Jimenez und der Schlagzeuger Kim Keltner nicht zu vergessen.

Das reizend sauber, zwangsneurotisch zusammenkonstruierte Amerika Ry Cooders – das reine Bild: es kann nur noch exakter, noch reizender, noch lustiger werden. Und es ist verwunderlich, aber schön, dass wirkliche Menschen wie Jim Dickinson ein Drittel der Songs schreiben dürfen. Ry Cooder ist mit „Get Ryhythm“ wieder so gut wie zur Zeit von „Chicken Skin Music“, jene schöne friedvolle Zeit, als man, ohne von Prostitution zu leben, Hawaii-Hemden trug.

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