1200x630bb.jpg

Loudon Wainwright III, The Swimming Song, 1973

Text/Musik/ Loudon Wainwright III

Produzent/ Bob Johnston

Label/ Columbia

Man könnte natürlich auch (fast) jeden anderen Song aus seinem fast 50 Jahre umspannenden Werk herausgreifen, weil Wainwright nun einmal der Grossmeister der beiläufigen Beobachtung und des unkommentierten Staunens ist – „Dead Skunk“ etwa, seine enthusiastische Beschreibung eines überfahrenen Stinktiers, oder „I Eat Out“, der zu zwei Minuten komprimierte Horror, allein in einem Restaurant essen zu müssen, das nur von Paaren und geselligen Gruppen frenquentiert wird. Als „tongue in cheeck“ würde der Amerikaner den Tenor all seiner Songs bezeichnen – und es ist wohl kein Zufall, dass es für diesen Terminus keine adäquate deutsche Übersetzung gibt. Ein begnadeter Musiker war Wainwright nie, dafür aber unschlagbar, wenn es darum ging, Momentaufnahmen in der alltäglichen Banalität in brillante Vignetten zu giessen.

„This summer I went swimming/ This summer I might have drowned/ But I held my breath and I kicked my feeth/ And I moved my arms around.“

5 Gedanken zu “

    1. Loudon wurde in den 70ern als einer der vielen neuen „Dylans“ gehandelt, war aber eigentlich immer nur „Loudon“. Es gibt auch ein schönes Spätwerk von ihm. Erstaunlich, wie er alle paar Jahre diese charmanten Alben auf höchstem Niveau heraushaut.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s