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Hound Dog Taylor and the Houserockers, 1971

Produzent/ Bruce Iglauer

Label/ Alligator

Wenn Hound Dog Taylor sich ein Metallröhrchen auf den fünften der sechs Finger seiner linken Hand stülpte, seine billige japanische E-Gitarre voll aufdrehte und mit seinen beiden „Houserockers“ Brewer Phillips und Ted Harvey loslegte, dann wackelten die Wände. Bruce Iglauer gründete sein Alligator-Label, um das Trio aufzunehmen, und sein Label-Motto fasst den Stil der Houserockers treffend zusammen: „Genuine Houserockin’ Music“.

Hound Dog wurde am 12. April 1917 als Theodore Roosevelt (oder Roosevelt Jonas) Taylor in der Nähe von Natchez, Mississippi, geboren und begann wie viele Schwarze in ländlichen Gegenden der USA zu dieser Zeit bereits in sehr jungen Jahren mit der Feldarbeit. („Ich bin nur einen Tag zur Schule gegangen – ein Tag und das war’s! Ich musste auf dem Feld arbeiten, deswegen muss mein Manager jetzt meine Briefe für mich schreiben.“) Erst mit 20 Jahren begann er Klavier und Gitarre zu spielen; laut eigenen Erzählungen war er kurze Zeit über den Radiosender KFFA zu hören und traf auf Elmore James, Robert Lockwood und Sonny Boy Williamson II.

Anfang der 1940er-Jahre ging er nach Chicago, wo er zuerst bei seiner Schwester wohnte, in einer Eis- und TV-Möbelfabrik sowie als Koch arbeitete und zunächst kaum musizierte. Sein lebenslanger Freund „Uncle“ Johnny Williams ermutigte ihn, wieder zur Gitarre zu greifen, und nach ersten Auftritten auf dem Maxwell-Street-Flohmarkt spielte er mit Williams an der zweiten Gitarre, P.T. Hayes an der Bluesharp und Ted Porter an den Drums auch in Clubs. Damals noch als „Nitter“ oder „Niller“ bekannt, bekam er Ende der 50er-Jahre den Spitznamen „Hound Dog“ verpasst, entweder (laut Phillips) von Magic Sam oder (laut eigenen Angaben) weil er „viel mit den Mädchen rumgemacht hatte“. Diese frühe Besetzung machte angeblich schon 1954 Aufnahmen, von denen jedoch höchstens eine Testpressung existiert. Erst 1960 und 62 machte Hound Dog seine ersten Singles für Bea & Baby bzw. Firma, beide noch nicht mit der Urgewalt seiner späteren Aufnahmen, aber bereits voller Spielfreude und mit jeder Menge Slidegitarre.

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