JP-LOWE2-jumbo.jpg

Nick Lowe, The Old Magic, 2011

Produzent/ Neil Brockbank, Nick Lowe, Robert Treherne

Label/ Yep Roc Records

Nick Lowe hatte in den Anfängen seiner Karriere viel mit Punk Rock zu tun hatte. Er war in der Band von Brinsley Schwarz, produzierte für Stiff Records Platten von den Pretenders, The Damned oder Elvis Costello. Lowe war auch der erste Künstler auf dem Label. Neben eigenen Bands (Nick Lowe & The Impossible Birds, Nick Lowe & The Chaps, Nick Lowe & His Cowboy Outfit) hat er für viele Künstler/Gruppen produziert, komponiert oder gespielt: Dave Edmunds, Frankie Miller, Graham Parker, Dr. Feelgood, Johnny Cash, The Fabulous Thunderbirds, John Lee Hooker und John Hiatt. Mit letzterem war er bei Little Village. Lowes eigene Alben aus den siebziger Jahre „Jesus Of Cool“, „Pure Pop For Now People“ sowie „Labour Of Lust“ sind inzwischen wahre Klassiker.

Mit „The Old Magic“ hat Lowe eine Scheibe eingespielt, die einem zunächst in Erstaunen versetzt. Zu einem kompletten ersten Hördurchgang ist es bei mir zuerst nicht gekommen. Erst an diesem herrlich sonnigen, spätsommerlichen Sonntagmorgen zeigten die elf Lieder Wirkung. Das Genre Rock passt hier gar nicht, aber dennoch sollte man sich Zeit nehmen, der Platte eine Chance zu geben. Unmerklich schleicht sich das Werk unter die Haut, denn Lowe setzt einem in eine Zeitmaschine und man landet irgendwo in den Fünfzigerjahren.

Das Covergirl und der Plattentitel passen zu der Musik. Sanft, feinnervig, mit dem Blick auf Details kommt Nick Lowe daher und schafft eine Atmosphäre der Entspanntheit . Die drei Coversongs von Elvis Costello („Poisened Rose“), Tom T. Hall („Shame On The Rain“) und Jeff West („You Don’t Know Me At All“) passen perfekt in das musikalische „The Old Magic“-Statement und Lowe gibt den Fremdkompositionen seinen individuellen Touch.

Die Scheibe hat, wie bereits gesagt, nichts mit den frühen Jahren von Lowes Karriere zu tun hat. Andersherum sind die Songs auch nicht fürs Senioren-Camp gemacht. Die Tracks verfügen über gehörige Substanz, die sich allerdings erst später offenbart. Drin steckt viel Country, Jazz und gut gemachter Pop.

2 Gedanken zu “

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s