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The Animals, Animalization, 1966

Produzent/ Tom Wilson

Label/ MGM

Die Animals waren 1966 auf der Höhe ihrer Kunst, insbesonders ihr Sänger Eric Burdon kann man zweifellos eine der besten weissen Blues-Stimmen seiner Zeit nennen. Sie galten zwar noch als Singles-Band, aber sie hatten in den letzte zwei Jahren so ausgiebig getourt, dass sie so eingespielt waren, wie wenige andere Bands.

Es gab aber auch schon Auflösungserscheinungen: Keyboarder Alan Price hatte die Gruppe im Vorjahr verlassen und der Drummer verliess sie bei den Aufnahmen zum dritten Album. Tom Wilson wurde beauftragt, The Animals zu produzieren, er holte sich für die Aufnahmen zu zwei Songs Frank Zappa als Arrangeur hinzu, aber die Klasse des Albums liegt vor allem in Burdons Stimme. Er interpretierte Blues Originale wie den „Gin House Blues“ oder „I Put a Spell on You“ mit einer Intensität, gegen die die Originale fast verblassen.

Dazu hatte der neue Keyboarder Dave Rowberry noch ein paar adäquate Eigenkompositionen dabei, so dass „Animalization  (bzw. „Animalism“, wie das Album mit leicht geänderter Zusammenstellung der Songs in Europa hiess) das erste durchgehend gute Album der Gruppe wurde. Burdon allerdings war offenbar nicht zufrieden mit den Limitierungen einer reinen R&B Band und löste die Animals auf, um in den USA mit den New Animals (recht erfolgreich) Psychedelic Rock zu versuchen. „Animalization“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Stones ’66 durchaus auch Bands neben sich hatten.

4 Gedanken zu “

  1. Klasse Album! Macht immer wieder Spaß, Klassiker wie „See See Rider“, „Sweet Little Sixteen“ und „I Put A Spell On You“ zu hören, insbesondere wenn sie von einem Blues Powerhouse wie Eric Burdon interpretiert werden!

    Weiterhin bemerkenswert finde ich die Goffin-King Nummer „Don’t Bring Me Down“. Es ist schon eindrucksvoll, was dieses Songwriter Duo an Stücken komponiert hat lange bevor Kings legendärem Tapestry Album.

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    1. Von Anfang bis Ende, brodelnder Bluesrock. Einzigartig. Das letzte Album der Animals vor der ersten Auflösung. Die Bonustracks „Don’t Bring Me Down“/ „See See Rider“ erschienen zuerst als 45er Single. „Help Me Girl“ stammt aus der ersten Solo-LP von Burdon und verkaufte sich als Single gut, im Gegensatz zum Album.

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