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The Byrds, The Notorious Byrd Brothers, 1968

Produzent/ Gary Usher

Label/ Columbia

Die Hippies ziehen aufs Land. Legen sich ins Gras und lassen sich entspannt die Sonne auf den Pelz brennen, bis auch der letzte Rest Grossstadthedonismus verdunstet ist. Und die Notorious Byrd Brothers spielen die Musik dazu. Ende der sechziger Jahre haben die Byrds bereits den Folk- und Spacerock erfunden und sind nach diversen Zerwürfnissen nur noch zu zweit: Chris Hillman und Jim McGuinn der sich aus religiösen Gründen kurz zuvor in Roger McGuinn umbenannt hat.

Reduziert nehmen sie trotzdem ein stilprägendes, kunstvoll verziertes Album auf, das statt Revolutions-Trara zarteste Melodien und psychedelische Studio-Elemente zwischen Folk und Country bietet. McGuinn: „Unser Sgt. Pepper“. Der Legende nach soll der Pferdekopf rechts auf dem Cover für den während der Aufnahmen gefeuerten David Crosby stehen, der mit nicht mehrheitsfähigen Ansichten zur Songauswahl genervt hat. McGuinn verneint: „Wenn wir das beabsichtigt hätten, hätten wir das Pferd umgedreht.“

4 Gedanken zu “

  1. Hätte nicht erst das folgende, dann dank Gram Parsons schwer Richtung Country-Rock driftende „Sweetheart Of The Rodeo“ das „Sgt. Pepper“ der Band werden sollen? Egal, von den Byrds ist sowieso fast alles spannender, Pop-historisch wertvoller und bis heute brauchbarer als dieses langweilige und „notorious“ überschätzte Beatles-Konzeptalbum-Gedudel…
    Viele Grüße,
    g.

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    1. Es gibt Spötter, die behaupten, die Byrds seien nur im Covern von Dylan-Liedern wirklich erfolgreich gewesen. Aber paradoxerweise machten die Byrds ihre beste Musik, als ihre Popularität nachliess und sich die Bandmitglieder gegenseitig in den Haaren lagen. „The Notorius Byrd Brothers“ war ja ziemlich genau auf den Zeitgeist produziert. Ich bin da deiner Meinung, dass diese Platte besser die positiven Vibes und die unsichtbare Magie jener Tage beschwört, als „Sgt. Pepper“.

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    1. Das Album hat elf wunderbare Flower-Power-Songs, die sich bevorzugt im ewigen kalifornischen Sommer in einer Wolke aus Cannabis geniessen lassen. Der bekannteste Titel auf der Platte ist „Wasn’t Born To Follow“ von Carole King und Gerry Goffin, der auch beim Film „Easy Rider“ als Soundtrack“ verwendet wurde.

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