favalbumwhatwedid.jpg

Fairport Convention, What We Did On Our Holidays, 1969

Produzent/ Joe Boyd

Label/ Island

Nach dem Debüt von Fairport Convention, das musikalisch mehr vom amerikanischen Folk beeinflusst war, erschien im Januar 1969 ihr zweites Album „What We Did On Our Holidays“. Die Aufnahmen fanden zwischen Juni und Oktober 1968 statt.

Nachdem Sängerin Judy Dyble die Band verlassen hatte suchte man nach einem Ersatz. Schliesslich stiess man auf Sandy Denny die bei der Suche mit ihrer glasklaren Stimme hervorstach.

„What We Did On Our Holidays“ entspricht musikalisch mehr dem britischen Folk/ Folk Rock. Neben traditonellen und meisterhaft umgesetzten Folk Klassikern wie „She Moves Through the Fair“ und „Nottamun Town“ sind neben den überwiegenden eigenen Kompositionen auch eine Coverversion von „Bob Dylan“ („I’ll Keep It With Mine“) und Joni Mitchell („Eastern Rain“) enthalten.

„Fotheringay“ , „Meet On The Ledge“ oder auch „Book Song“ sind sehr gute Eigenkompositionen von Fairport Convention. Die Hymne „The Lord Is In This Place…How Dreadful Is This Place“ (aufgenommen in der St. Peter’s Church, Westbourne Grove, West London, neben einer Slide-Gitarre nur von Sandy Denny begleitet) strahlt eine eigene emotionale Atmosphäre aus. Zugrunde liegt diesem Stück der Gospel-Blues „Dark Was the Night, Cold Was the Ground“ von Blind Willie Johnson aus dem Jahre 1927.

„What We Did On Our Holidays“ ist wohl das beste Werk von Fairport Convention mit Sandy Denny. Die Lieder sind gut komponiert und haben schöne Melodiebögen. Die Rückseite des Album-Covers zeigt ein Foto der Gruppe in einem für die Zeit mittelgrossem Auditorium, Dance Hall. Neben dem ersten Studio-Album mit der Gruppe Fotheringay ist es meiner Ansicht auch das beste Werk von Sandy Denny, die leider 1978 an den Folgen eines Unfalls verstarb.

8 Gedanken zu “

  1. Letztes Jahr hatte ich Gelegenheit, Richard Thompson als Opening Act für Bonnie Raitt zu sehen – guter Gitarrist! Neben mir saß jemand, der seinerzeit ein Konzert von Fairport Convention besucht hatte!

    Bisher ist diese Band offen gestanden nicht auf meinem Radarschirm gewesen. Ich habe auf jeden Fall vor, mir dieses Album anzuhören.

    Gefällt 1 Person

    1. Richard Thompson war Fairports erster Gitarrist. Die Band war damals ein ähnlicher Katalysator wie Miles Davis im Jazz oder John Mayall im britischen Blues. „What We Did On Our Holidays“ ist immer noch mein Fairport-Lieblingalbum. Dann kommen „Unhalfbricking“ und „Liege & Lief“, wo durch Dave Swarbrick auch die Folkie-Seite mit den wilden fiddle-tunes, Jigs und Reels zur Geltung kommt. Joe Boyd, der damalige Produzent von Fairport Convention hat übrigens ein Buch geschrieben: „White Bicycles: Making Music in the 1960s“ – kann ich als Lektüre empfehlen!

      Gefällt 1 Person

  2. Wunderbar, vielen Dank lieber hotfox63! Habe FC Mitte der 70ger rauf und runter und wieder rauf gehört. Auch heute lege ich die eine oder andere FC-Platte auf, wenn “ November“ Stimmung in mir ist. Kann heute Nacht eh nicht schlafen und hab mich aufgrund Deines Beitrags bei Deezer eingestöpselt… „Fotheringay“ ist und bleibt das beste Stück … Spannend war dann auch noch die Recherche nach der Geschichte von „Nottamun Town“ und „Masters of War“ und Dylans „geborgten“ Melodien… So geht die Nacht prima rum…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s