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Big Mama Thornton With The Muddy Waters Blues Band, 1966

Produzent/ Chris Strachwitz

Label/ Arhoolie Records

Big Mama Thornton und die Muddy Waters Blues Band kamen am 25. April 1966 im Coast Records Studio in San Francisco für diese Aufnahmen zusammen. In der Muddy Waters Band waren alleine mit Otis Spann (Piano) und James Cotton (Harmonika) zwei Blueslegenden. Big Mama Thornton hatte mit „Hound Dog“ 1953 in den USA einen grossen Hit. Drei Jahre später startete Elvis Presleys Karriere genau mit diesem Song, für den er im Studio unzählige Anläufe brauchte, bis er ihn hinbekam. Auch das Stück „Ball & Chain“ gehört zu Big Mama Thornton’s Hits. Beide Nummern sind auf diesem Album nicht vorhanden, was aber für die musikalische Qualität der Platte keinesfalls ausschlaggebend ist.

Alleine schon „Life Goes On“ mit seiner Bar-Atmosphäre, nachts, rauchgeschwängerte Luft, lohnt dieses Album. Es war mutig, die Songs so rau und ungeschliffen zu belassen, denn nicht auf allen Lieder geht die Rhythmussektion im Gleichschritt. Aber das macht irgendwie den Charme dieser Aufnahmen aus. „Everything Gonna Be Alright“ mit Waters heulender Slidegitarre scheint gegen Ende des Stücks vollkommen improvisiert zu sein. Allgegenwärtig ist auch Otis Spann mit seinem fabelhaften Pianospiel.

Der groovende „Big Mama’s Bumble Bee Blues“ kommt sehr relaxt daher: „Bumblebee, bumblebee, why don’t you come back home? You got the best stinger of any bumblebee I’ve ever seen.“ Bei „Give Me A Penny“ kann ich mir einen Kommentar ersparen. Nur soviel: wenn ich eine Auswahl von Slowblues-Songs auflisten müsste, „Give Me A Penny“ wäre da ziemlich weit vorne.

McKinley Morganfield spielt eine vorzügliche (Slide-) Gitarre ist aber nicht als Sänger zu hören. Dieser Part gehört hier Big Mama Thornton. Big Mama wollte immer ein Gospel-Album aufnehmen. Dazu ist es leider nie gekommen. „I Feel The Way I Feel“ und „Since I Fell For You“ geben einen Eindruck davon, was aus einem solchen Album geworden wäre. Auf „Big Mama’s Blues (My Love)“ spielen James Cotton und Big Mama gemeinsam Mundharmonika. Die Beiden duellieren sich hier förmlich mit dem Instrument. Nicht nur das, auf „Everything Gonna Be Alright“ spielt Big Mama auch Schlagzeug. Was soll’s, die Scheibe ist ein Edelstein, ein Zeitdokument allererster Güte.

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