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The Yardbirds, Five Live Yardbirds, 1964

Produzent/ Giorgio Gomelsky

Label/ Columbia

Dass das erste Album der Yardbirds ein Live-Album ist, liegt zum einen vielleicht daran, dass Singles damals das bevorzugte Format waren – zum anderen waren die Yardbirds aber auch Live eine starke Gruppe. Sie hatten im Crawdaddy Club 1963 die Stones als Haus-Band abgelöst, hatten den amerikanischen Blues-Harper Sonny Boy Williamson auf dessen Tour begleitet und sie hatten mit dem jungen Eric Clapton einen Gitarristen in der Band, der mit seinen Soli und seinem (damals) sehr harten Spiel manche Songs durch instrumentale Kabinettstückchen auf ein höheres Niveau heben konnte.

Es war also eine kluge Entscheidung, das LP Format für eine Live Platte zu nutzen. Das Album wurde im Marquee Club aufgenommen (auf der CD gibts noch etliche andere Tracks dazu – auch aus dem Crawdaddy). Natürlich sind hier die für britische Bands üblichen Blues- und Rock’n’Roll-Cover-Versionen versammelt: Zwei mal Bo Diddley („I’m A Man“ und „Here ‚Tis“), über fünf Minuten „Smokestack Lightning“ von Howlin‘ Wolf, mit „Good Morning Little School Girl“ und „Sweet Little Sixteen“ wird Chuck Berry gehuldigt – und das alles auf hohem instrumentalem Niveau, aber man muss bei der LP auch bedenken: Es war 1964 – der Klang ist roh und simpel, Soli sind noch eine uneitle und unschuldige Zurschaustellung des Könnens der Musiker und Keith Relf war nicht der beste Sänger seiner Zeit. „Five Live Yardbirds“ ist wild und ungestüm, mit allen positiven und negativen Eigenschaften seiner Zeit. Wer Eric Clapton vor seinem Aufstieg zum „Gitarren-Gott“ hören will, sollte sich das Album anhören.

2 Gedanken zu “

  1. Ein wahrer Klassiker! Wenn ich mir dieses Album anhöre, möchte ich am liebsten gleich in einen Club gehen, wo man live Musik hören kann.

    Klar ist der Sound relativ bescheiden, aber die Rauheit der Darbietung gibt der Sache ihren Charme!

    “Five Live Yardbirds” gehört für mich zu den besten Live-Alben, zusammen mit “Beatles At The Hollywood Bowl“, The Kinks “Live At Kelvin Hall” und dem Stones Klassiker “Get Yer Ya-Ya’s Out!”

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    1. Die Band spielt stets mit Volldampf, äusserst kompakt und die Atmosphäre kocht. Aber bei aller Bedeutung des Live-Dokuments für die Entwicklung der Rockmusik: die Einseitigkeiten im Repertoire sollten nicht übersehen werden.

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