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Julie Driscoll, 1969, 1971

Produzent/ Giorgio Gomelsky

Label/ Polydor

Julie Driscoll aus London brachte es Ende der sechziger Jahre gemeinsam mit Brian Auger und der Trinity zu einigem Weltruhm als extravagante Allroundsängerin mit auffälligen modischen Marotten. Scharen von Fotografen begehrten die Engländerin für Musik- wie Modejournale in ganz Europa abzulichten, und auf der Bühne – gleich, ob im United Kingdom, in den Vereinigten Staaten, Frankreich oder Deutschland – verausgabte sie sich bei intensiven Darbietungen. Lange hielt Driscoll den Rummel um ihre Person nicht aus. Bereits 1970 sagte sie der kommerziellen Pop-Szene Lebewohl. Seither widmet sie sich, dem Ensemblegeist verpflichtet, sowohl avantgardistischen als auch pädagogischen Musik-Projekten.

Unter eigenem Namen schuf Julie Driscoll, spätere Julie Tippetts, lediglich ein schmales Werk von exzeptioneller Güte. Im Spätsommer/Herbst 1969, nachdem sie sich von Brian Auger´s Trinity getrennt hatte, nahm sie ihr erstes Soloalbum „1969“ auf, auf dem sie in der Rückschau ihre Zeit mit der Trinity beleuchtete; begleitet wurde sie von einer kongenialen Schar englischer Jazz- und Bluesmusiker um den Pianisten Keith Tippett.

Julie Driscoll legt in acht von ihr komponierten Songs, die sie gesanglich stets zu einem dramatischen Climax hinführt, ein inhaltsreiches Kunstverständnis offen. Stilistisch elegant, nuanciert und eindringlich, intim und verletzlich, pendelt sie mit ihrer geschmeidigen Stimme zwischen Soul, Jazz und behutsam arrangiertem Folk. Die Platte erschien erst 1971, als Driscoll/Tippett längst im Eltern- und Erziehungsurlaub waren.

5 Gedanken zu “

  1. Sadly, my Deutsch is not up to the task of really understanding what I’m sure is an excellent review of 1969. I like Brian Auger, and some of Julie Driscoll’s work with that unit, but I found this album patchy. Guess you have to like her dramatic singing style, eh?

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    1. Yes, most people know Julie Driscoll in the collaboration with Brian Auger and The Trinity. With „1969“ was Driscoll already on the road to her later jazz explorations. I think she is a sultry female vocalists like Shirley Bassey or Dusty Springfield and more, in fact she sound like Grace Slick at her best!

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