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Memphis Minnie, Me And My Chauffeur Blues, 1941

Produzent/ Unbekannt

Label/ Okeh Records

Die dominante Persönlichkeit des weiblichen Country-Blues war sicher Memphis-Minnie. Ihre Biografie „Woman With Guitar“ haben Paul und Beth Garon 1992 geschrieben. Darin findet sich der interessante Hinweis, dass in Memphis Gitarristen nicht auf der Strasse spielen durften, sondern nur im Park. Das galt auch für Memphis Minnie.

Was Memphis Minnie alias Lizzie Douglas (1897 – 1976), die eigentlich aus Louisiana kam von ihren Kolleginnen wie Ma Rainey oder Bessie Smith unterschied, war ihre Gitarrenarbeit, die hinter dem Spiel der Männer in keiner Weise zurückstand. Ihre dreissigährige Aufnahme-Karriere seit 1929 lieferte dafür zahllose eindrucksvolle Beweise. Zudem schrieb sie sie den Grossteil ihres Repertoires selbst, darunter Hits wie „Bumble Bee“ und „Me And My Chauffeur“.

Die beiden Ehemänner von Memphis Minnie waren auch Gitarristen: Casey Bill Weldon und Kansas Joe McCoy. 1930 zog sie der Karriere wegen nach Chicago, behielt aber ihren Markennamen bei. Erst in den fünfziger Jahren kehrte sie nach Memphis zurück, wo sie, schwer erkrankt, bis kurz vor ihrem Tod in Armut lebte und zuletzt auf milde Gabe ihrer Fans und von Verehrerinnen wie Jo Ann Kelly und Bonnie Raitt angewiesen war.

5 Gedanken zu “

    1. „Terraplane Blues“ (Robert Johnson) oder „Me And My Chauffeur Blues“ haben tatsächlich einen Link zu den Stones. Jagger hat in dem Text von „Brand New Car“ auch zahlreiche bereits bekannte Metaphern verwendet.

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