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Brian Eno, Here Come The Warm Jets, 1973

Produzent/ Brian Eno

Label/ Editions EG

Dass Brian Eno mal bei Roxy Music war, ist auf seinem Debütalbum klar erkennbar und damit auch welchen Einfluss er auf den Roxy-Sound hatte. Spätere Forschungen in Richtung Ambient sucht man vergeblich, denn erstmal erforscht Eno noch die Möglichkeiten des Pop und erweitert dessen Grenzen damit ganz erheblich. Pop ist das alles noch irgendwie, es klingt bekannt aber seltsam anders. Da gibt es mal harsche Brüche wo man nicht damit rechnet („Dead Finks Don’t Talk“). Da wird die Bridge eines Songs mal auf drei Minuten ausgedehnt mit einem unglaublichen Solo von Robert Fripp („Baby’s on Fire“). An allen Ecken und Enden treffen bekannte Strukturen auf neue. Die Synthies klingen anders, an dem Klang fast jeden Instruments hat er seine „Treatments“ gemacht. Mal mittendrin, mal über allem Enos wirklich wiedererkennbare Stimme. Dass diese Platte so 1973 erschienen ist, mag man gar nicht glauben. Der Zahn der Zeit konnte hier nicht viel anrichten. Nicht nur musikalisch auch wegen der teilweise sehr kryptischen Texte eine Platte mit Langzeitwirkung.

8 Gedanken zu “

    1. Dass sich die Klangspiele und -verfremdungen von Robert Fripp bestens mit Enos Ästhetik der langsam sich entfaltenden Soundscapes mit minimalistischer Motivüberlagerungen kurzschliessen liessen, haben die beiden auch auf ihrem Album „No Pussyfooting“ bewiesen.

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    1. It’s a glamrock masterpiece! The standout tracks for me are „Needles In The Camel’s Eye“, „Baby’s On Fire“ & „Dead Finks Don’t Talk“.

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