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The Sonics, Here Are The Sonics, 1965

Produzent/ Kent Morill, John Ormsby

Label/ Etiquette

„Die Sonics waren keine grossartigen Musiker“, sagte Buck Ormsby, der mit ihnen den Vertrag bei Etiquette Records gemacht hatte, „aber sie hatten diesen magischen Touch“. Auf ihrem Debütalbum hatte die fünfköpfige Band aus Tacoma/Washington fast alles destilliert, was es musikalisch so gab – von der „britischen Invasion“ der Kinks bis zum Rock’n’Roll von Little Richard. Sie waren grimmig, energisch und wild – zehn Jahre vor Punk.

Garage Rock war keine Neuheit. Aber nach der ersten Single „The Witch“ war klar, dass die Sonics Bewegung in die Szene bringen wollten. Schlagzeuger Bob Bennett erinnert sich an die Aufregung der Toningenieure: „Ein Typ sagt: Das hört sich kein bisschen nach Schlagzeug an. Und der nächste Typ antwortete: Was soll ich machen? Schau dir nur diesen Kerl an!“

Nachdem „The Witch zur meistverkauften Single im Nordwesten wurde, nahm die Band ihr Album bei Audio Cuts in Seattle auf. Die Songs wurden live mitgeschnitten, und das hört man – vom Rattern von Bennetts Schlagzeug bis zum gnadenlosen Schreien des Sängers Jerry Roslie auf abgehobenen Tracks wie „Psycho Man“. Kein Wunder, dass der Name der Gruppe von Boeing und dem eigenen Triebwerksound inspiriert wurde.

Obwohl sie nie den nationalen Durchbruch schafften, landeten die Sonics ihre Hits im Nordwesten, inspirierten unzählige Bands und hinterliessen ihre dreckigen Spuren im Rock’n’Roll.

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