beatles-45-rpm-picture-sleeve-we-can-work-it-out-b-w-day-tripper-43.jpg

The Beatles, Day Tripper, 1965

Text/Musik/ Lennon-McCartney

Produzent/ George Martin

Label/ Parlophone (UK), Capitol (US)

An diesen Beatles-Song erinnert sich John Lennon als „Drogensong“. Was sich aber eher auf die Umstände bezieht, unter denen das Lied entstand, und nicht etwa auf den Titel selbst.

1965 wohnt Lennon mit seiner Frau Cynthia und Sohn Julian in Weybridge mitten in der britischen Provinz. Voll auf das Familienleben will er sich konzentrieren. Doch während seine Bandkollegen das Popstarleben in London geniessen, sitzt er in seinem Haus, nimmt vor lauter Frust Drogen und isst viel zu viel.

Willkommene Abwechslung sind da die Besuche von Paul McCartney. Gemeinsam schreiben sie an neuen Songs. Gerade hat die letzte Beatles-Single „Help“ sich aus den Top 10 verabschiedet, und nun verlangt die Plattenfirma nach einem neuen Single-Hit. Also holt John aus seiner Schublade ein paar Zeilen, die er über seine heimischen Drogentrips geschrieben hat. Paul hingegen, mag es diffiziler, schlägt vor, die Botschaft mehr zu verstecken.

Sie entwickeln also einen mehrdeutigen Text, der von Frauen handelt, die immer ihre Nase nach dem Wind richten. Sogenannte Tagesausflügler – „Day Tripper“. Dazu komponiert John ein markantes Gitarrenriff und fertig ist der nächste Klassiker. Gemeinsam mit „We Can Work It Out“ im Dezember 1965 veröffentlicht, wird „Day Tripper“ zur neunten Nummer-1-Single für die Fab Four in Folge.

13 Gedanken zu “

  1. Beatles. Hm. Sind mir mittlerweile über. Hier steht nix von ihnen. Es is‘ schon allerhand gut von ihnen. Deutlich mehr als von Jefferson Airplane 😉 Aber irgendwie brauch ich die nicht mehr. We can work it out gefällt mir besser. „Red ma uns des aus“ von STS ist so nebenbei eine herrliche Coverversion.

    Gefällt 1 Person

    1. Es müssen nicht ja immer die Beatles sein, aber warum das Kind mit dem Bade ausschütten? Sparen wir uns leidige Diskussionen: 1965 waren Lennon/McCartney auf dem Zenit ihres Schaffens. Unschlagbare Harmonien unter konkurrenzloser Nutzung der Songwriter-Klaviatur.

      Gefällt mir

    2. Beatles über?

      Kann ich nicht verstehen.

      Kann sein, dass ich mal für lange Zeit keine Beatles höre, aber dann ist es doch immer wierder klasse…

      Gefällt 1 Person

    1. Anfang Dezember 1965 erschien „Rubber Soul“, und obendrauf die Doppel-A-Single „Day Tripper/“We Can Work It Out“. Das Riff von „Day Tripper“ war für mich ein akustisches Weltwunder. Es war gleichzeitig, neu, rau und emotional, aber es folgte auf wundersame Weise bestimmten Regeln und Ordnungsprinzipien.

      Gefällt 1 Person

    1. Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler waren das Traumpaar auf dem Eis und Jim Clark war der Formel 1 Weltmeister. Popmusik gab es nur Montagabends im mittleren Teil des Wunschkonzertes von Radio Beromünster. Selbst Moderator Willy Buser musste endlich zugeben, dass diese Beatles singen konnten.

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.