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Donovan, Hurdy Gurdy Man, 1968

Text/Musik/ Donovan Leitch

Produzent/ Mickie Most

Label/ Pye

Machen wir es heute kurz und schmerzlos! Den „Hurdy Gurdy Man“ von Donovan hatte ich früher immer für eine nette Lautmalerei aus dem zuweilen recht mystisch durchhauchten schottischen Mund von Donovan gehalten. Bah! Der „Hurdy Gurdy Man“ ist nicht anderes als ein durch und durch unmystischer „Leierkastenmann“.

Und am Schluss gesellte sich zum Leierkastenmann, der immer „hurdy gurdy“ sang dann auch noch der „Roly Poly Man“ dazu, der logischerweise immer „roly poly“ sang. „Roly poly“ kann ein „Pummelchen“ sein, aber auch „Stehaufmännchen“ bedeuten.

13 Gedanken zu “

    1. Danke! Die deutsche Version von „Atlantis“ ist interessant, auch wenn es für mich eigenartig tönt, wenn der Georg Danzer in seiner nasalen Sprache berichtet, wie die vorsintflutlichen Atlantis-Könige die Welt kolonisierten. Aber, so waren sie halt, die Liedermacher.

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      1. Bettina Wegner war in den späten 70ern die DDR-Joan Baez, der keine LP gewährt wurde. Sie eckte an und ging mit ihrem aus dem Schriftstellerverband geschmissenen Lebensabschnittsgefährten Schlesinger in den Westen. Bekam dort LPs aber kaum Airplay. So wurden ihre Songs allesamt in der DDR Raritäten. Studenten schrieben die Texte ab und sangen sie zur Klampfe.
        Ihr biographisches Highlight wird wohl gewesen sein, als die echte Joan Baez ihr erfolgreichstes Lied „Sind so kleine Hände (Kinder)“ in den 90ern auf Deutschlandtournee sang und auch auf Platte presste.

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  1. Bis auf Antlantis, auf das wir als Teenis gerne eng getanzt haben, fand ich Donovan zum Davonlaufen.

    Anfang der 1980er habe ich ihn mal als Vorturner bei Yes gesehen, peinlich bis zum Abwinken inkl. Zugabe, obwohl das niemand von ihm verlangt hätte.

    Nee, lass‘ stecken…

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    1. Lass stecken? Der Refrain des Liedes konnte sich ja minutenlang austoben, wobei dieses kräftige „Hail Atlantis“ aus der Sicht des deutschen Folkfans jener Tage nicht unbedingt hätte sein müssen.

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  2. Er gehörte in die sechziger Jahre, passte gut zur ganzen Flower-Power und war ein Meister der sanften Klänge. Damit hatte es sich dann in den Siebzigern zügig. Eine musikalische Erinnerung wie manche andere, Teil der eigenen Jugend.

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    1. Da hast du vollkommen recht. Donovan war das ultimative Blumenkind, und seine abgehobenen Verkündigungen sorgten immer wieder dafür, dass so mancher Zyniker ihn am liebsten an seinen Liebesperlen, die er um den Hals trug, aufhängen wollte. Wenn man sich allerdings den Troubadour anhört, fällt auf, wie vielseitig, melodisch und angenehm viele seiner Songs sogar nach Jahrzehnten noch klingen.

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  3. „Bah! ….. ist nicht anderes als …“
    Seinerzeit gabs ja Schreiberlinge, die ihn als „englischen Bob Dylan“ gefeiert haben. Ich glaube, damit haben die sich auch getäuscht.
    Eine LP habe ich noch von ihm, mit Car Car drauf, ein Woody-Guthrie-Cover. Das hat er allerdings ganz nett hinbekommen..

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