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Au Pairs, Playing With A Different Sex, 1981

Produzent/ Ken Thomas, Martin Culverwell, Au Pairs

Label/ Human Records

„I don’t mind your casual affairs/ your one night stands/ because I know I’m the main man in your life“. Die Au Pairs beginnen ihr erstes Album mit der Lebenslüge eines Softies mit Magermilchquark in den Hoden, jedoch von einer Frau in der Ich-Form gesungen. Typisch für ihre widersprüchlich-mehrdimensionale Methode der Darstellung von Widersprüchen in privaten und öffentlichen Affairen. Von zeitweilig auftauchenden Plattheiten abgesehen voll von gedanklichen Reizen.

Die Au Pairs waren eine Band, die einem sozialistischen Ideal nacheiferte. Sie taten das mit der gebotenen Vorsicht, die eine veränderte historische Situation bietet, mit einer Intelligenz, die weiss, dass es sich nicht über alle Widersprüche sprechen lässt, wenn man beim Konsumenten den Wiederholungsekel vermeiden will. Die Songs „Headache“ und „Armagh“ (über Folter in britischen Frauengefängnissen) sind gute Beispiele für diese Sensibilität gegenüber überforderten Formen. der einzige Fremdtitel, Bowies „Repetation“ über einen gescheiterten Mann, der seine Enttäuschung an seiner Frau auslässt füght sich nahtlos in die Betrachtungsweise von „Playing with a Different Sex“ ein.

Das Cover zeigt Vietnamesinnen im Manöver. Frauen im Spiel mit dem anderen Geschlecht. Sängerin Lesley Wood ist der entscheidende Faktor, der die schöne, klug arrangierte und komponierte Reggae-erfahrene moderne englische Musik auf ein aussergewöhnliches Niveau hebt.

4 Gedanken zu “

  1. Intelligentes Ding. Zwischen frühen Pere Ubu (Musik) und Fisher Z (Anliegen); aber auf dem Foto Vietnam? Die langen Saris/Kaftane(what ever) lassen eher auf Mongolei oder Tibet tippen.

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    1. Könnte durchaus sein, dass das Cover-Foto in der Mongolei aufgenommen wurde. Jedenfalls war der Titel des Albums suggestiv gemeint. Die Au Pairs gastierten häufig bei Frauen-Festivals, tourten durch die USA und waren in Europa vor allem in Frankreich populär. 1983 nach dem Konzertalbum „Live In Berlin“ zogen sie sich zurück.

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