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Fleetwood Mac, Black Magic Woman, 1968

Text/Musik/ Peter Green

Produzent/ Mike Vernon

Label/ Blue Horizon

Selten in der Geschichte der Rockmusik hat eine Coverversion derart den Blick auf das Original verstellt, wie Carlos Santanas Hit „Black Magic Woman“ aus dem Jahre 1971. So übermächtig erscheint die Fassung, dass es schon einige Hartnäckigkeit braucht, manche Mensche von der Existenz einer Urfassung zu überzeugen. Doch da begegnen wir bereits dem zweiten Problem. Das Bild der fröhlich-popdudeligen Fleetwood Mac aus den späten Siebzigern und Achtzigern verstellt die Erinnerung an deren Anfänge als innovative Blueband.

Dabei war diese Single von Fleetwood Mac 1968 durchaus populär. Sie markierte nach den ersten, vom Blues geprägten Jahren eine neue Qualität in den Kompositionen des Sängers und Gitarristen Peter Green. Dessen warmer, verhallter Ton hatte vorher schon John Mayalls Bluesbreakers bereichert, als Solist bei Fleetwood Mac wurde Green schliesslich zum Markenzeichen der Band.

Tourstress, zu viele Drogen und religiöse Wahnvorstellungen führten jedoch dazu, dass Peter Green die Band 1970 verliess. Er zog sich für etliche Jahre zurück. Mal arbeitete er als Friedhofsgärtner, dann als Tankwart oder Wärter im Zoo, verbrachte Jahre in Behandlung. Nach weiteren personellen Wechseln zogen die „neuen“ Fleetwood Mac nach Kalifornien – und so klangen sie dann auch. Peter Green gelang 1979 mit dem Album „In The Skies“ fast eine kurzzeitige Rehabilitierung, doch das war bloss ein schönes Versprechen. Auf den Nachfolgealben wirkte er nur mehr ausgebrannt, ideenlos.

15 Gedanken zu “

  1. „Albatros“ war okay. Nicht genial – aber okay. „Black Magic Woman“ ist nunmal von Santana besser.

    Jaja, diese „Blueser“. Immer diese Watsche Richtung „Rumours“ und „Mirage“. Pop igitt! — Pö.

    Höre ich den Namen Fleetwood Mac, dann denke ich zuerst an „Go your own Way“. Wegen dem Schlagzeug. (Das muss auf jeden zweiten 70s-Auto-Sampler, den ich brutzle.) Dann an „Gypsy“. Wegen Stimme und Text. Und dann an „the Chain“. Wegen diesem herrlichen 2-Ton-Guitarsolo. Ich mag die kalifornischen Fleetwood Mac. (Nur „Don’t Stop“ wurde seinerzeit medial totgedudelt.)

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    1. Ja, „O Well“ – Part 1 + 2 – das sind Klassiker von Format, was ich über die späteren Fleetwood Mac Sachen ab „Rumours“ nicht unbedingt sagen kann. Das ist mir zu kommerziell auf Middle-of-the-road-Rock eingerichtet. Vorallem die ätherischen Gesangspassagen der beiden Frontfrauen Christine McVie und Stevie Nicks finde ich kitschig verträumt – aber nur gut, dass jeder einen anderen Geschmack hat!

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  2. Fleetwood Mac war für mich immer „Then Play On“ und ein paar einzelne Titel, „My Heart Beat Like A Hammer“, „Shake Your Moneymaker“ usw., was war ich erzürnt, als ich „Rumours“ das erste Mal hörte.

    Heute habe ich meinen Frieden Mit Fleetwood Mac gemacht und „Rumours“ ist eins der besten Pop-Alben aller Zeiten, meine ich… 😉

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    1. Bei den neuen Fleetwood Mac war halt die aufreizende Chemie zwischen den Paaren McVie und Buckingham/ Nicks spürbar. Auf „Rumours“ lebt jeder Song noch aus einer eigener Atmosphäre. Aber nach diesem Album wirken für mich diese raffiniert arrangierten Songs in Nobelpop-Design leblos.

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    1. Yes, fantastic song! One of the big Fleetwood Mac classics of the time with Peter Green. Without this grandiose original, the grandiose version of Santana wouldn’t have been possible.

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      1. I’m an early Santana guy. The whole band. Percussion and Rolie’s organ and vocals are a big part of what I like but I guess I like Carlos’s sound a little more than you do. I ran into someone lately who Jeff Beck rubs the wrong way. Maybe I’m a sucker for the guitar fireworks.

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      2. I like the first two Santana albums. Radical, repetitive music without much support for the lyrics. „Waiting“ and „Evil Ways“ with the two-bar vampire-riff are great songs. I also like on „Abraxas“ some pieces („Samba Pa Ti“, „Black Magic Woman“ and „Oye Como Va“ (a Tito Puente composition). Carlos Santana plays mainly pentatonic, but he lets the music breathe, makes sophisticated breaks, so the songs get more melodic ideas. „Abraxas“ has simple harmonic balances with the kitsch without crashing.

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      3. Yeah the first two are the ones i like best (maybe throw in Caravanserai). I agree with you on your comment Fox, you’re speaking like a musician again. I really like this Buddy record. The stripped down choice suits me.
        (Listening to Howe Gelb’s ‚The Band Of Gypsies‘ some good work on it also)

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      4. Thanks for the hint CB! I listen now to Howe Gelb’s „A Band of Gypsies“ after years. A relaxed album. This depends not just on Mr. Gelb, but also on the flamenco guitarist Raimundo Amadar.

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      5. Yes, I agree on Amadar. I just really like Gelbs ideas and the people he works with.
        You ever hear of ‚The Hot Club Of San Francisco‘? I think you would like them being a musician. The guitarist Paul Mehling played with Dan Hicks and the Acoustic Warriors. I’m not a musician but i love this playing. Obvious Django and Grappelli but they pull it off. Check out the link for some „Hot“ music.

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      6. Thanks for the link! The „Hot Club of San Francisco“ sounds great. You can hear this music in many different countries. Many years ago I heard in Spain flamenco singers and gitarists in inns. One played 15 minutes and then the other played 15 minutes. There was always much conversation and noise in the inns where they played. Anyway, I learned a little bit about the Gypsy style Flamenco. Each melody has an variation (on the flamenco guitar is this called „falseta“) so that the melody can be variet in many different ways. A simple melody can be made to sound very complicated, if the gitarist knows the techniques.

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