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AC/ DC, If You Want Blood You’ve Got It, 1978

Produzent/ Harry Vanda, George Young

Label/ Atlantic Records

Im Oktober 1978 schlug die Scheibe „If You Want Blood – You’ve Got It“ wie eine Bombe ein. Mit Plakaten des Covers – Angus aufgespiesst von seiner geliebten Gibson-SG – wurden die Plattenläden gepflastert. Die unverwechselbare Stimmung eines AC/DC- Livekonzerts (hier das vom 30. April in Glasgow) war blendend eingefangen worden: Schon vor dem Eröffnungstrack „Riff Raff“ ist die Menge in Hochstimmung. Ein tiefes Feedback kündet das Nahen der Truppe an, die ersten Gitarrenriffs bringen das Publikum völlig aus dem Häuschen. Selbst ruhigere Nummern wie „The Jack“ werden begeistert gefeiert: Es ist erstaunlich, was AC/DC aus einem simplen Bluesschema in ruhigem Tempo und einem zynischen Text Bons über seine grosse Liebe, die ihm mit einigen entsprechenden Krankheiten in dauernder Erinnerung bleibt, zaubert.

Bon Scott hat es nicht nötig, die Menge durch langatmige Vertraulichkeiten und Echo-Brüllereien auf seine Seite zu bringen. Ein simples „Give it to me! Give it to me!“ reicht aus. Die Menge singt eine Strophe allein, bis Angus alles mit einem Gitarrensolo krönt. Mit „Angus! Angus!“ feuert die Menge dann den schmächtigen Flummi in Schuluniform zu „Whole Lotta Rosie“ (einem der sexistischen Stücke aus dem in dieser Hinsicht gut sortierten Repertoire über einen schwergewichtigen Schwarm Bons von 120 kg mit den Massen 1207-99-142) an;  und Angus bekam genügend Gelegenheit, seine Fingerfertigkeit an der Gitarre unter Beweis zu stellen. Ein grossartiges Live-Album! Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen – wer Ohren hat, zu hören, der höre!

12 Gedanken zu “

    1. Da bin ich ganz deiner Meinung: zehn Weltklassesongs, eingespielt vor einem enthusiastischen Publikum von der besten Rock‘ n‘ Roll Band – in ihrer besten Besetzung und zum perfekten Zeitpunkt.

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    1. The cover of „If You Want Blood …“ is of course cult. At that time AC / DC were not the „family friendly“ band. What we hear here is filthy, rough rock’n’roll with dirty lyrics. Never were the Aussies better. In this sense: Riff Raff Riff Raff Riff Raff !!!

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  1. Wohingegen ich einige der Musik von AC/DC kenne, war mir dieses Album bis dato unbekannt – mein lieber Mann, da geht ja wirklich tierisch die Post ab! Dieses Konzert live miterlebt zu haben muß ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein.

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    1. Das Album erschien vor „Highway To Hell“ (1979). Für mich gehört „If You Want Blood…“ zu den mitreissendsten Live-Dokumenten überhaupt, vielleicht liegt es daran, dass ich als junger Mann nie die Gelegenheit hatte AC/DC live zu sehen und dieses Album zur damaligen Zeit die einzige Möglichkeit war dieses Live-Feeling zu erleben.

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      1. Dieses Album mit seiner wahnsinnigen Energie ist einfach der Knaller, obwohl Klassiker wie „Highway To Hell“, „It’s A Long Way To The Top“ oder „Back In Black“ nicht drauf sind.

        Leider habe ich AC/DC nie live gesehen. In 2016 haette ich theoretisch die Gelegenheit gehabt, doch die Band mit Axl Rose als Lead-Saenger ist nicht mein Fall.

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      2. AC/DC habe ich im Mai 2010 im Stade de Suisse hier in Bern gesehen. Das war zwar nicht mehr dieser rohe, mitreissende Sound, wie sie ihn noch Ende der 70er mit Bon Scott drauf hatten, aber doch zwei Stunden Rock’n’Roll auf höchstem Niveau. Dort, wo es Brian Johnson an Stimme fehlte, drehten Angus Young und sein Bruder Malcolm (Rhythmus-Gitarre), Cliff Williams (Bass) und Phil Rudd (Schlagzeug) halt einen Zacken auf. Auch 2016 waren AC/DC wieder in Bern, diesmal mit Axel Rose. Das Konzert habe ich nicht besucht, vielleicht auch, weil ich mich nicht mit der nasal-jaulenden Stimme des Guns-N’-Roses-Frontmanns und seiner Kopftuch- und Cowboy-Kostümierung abfinden wollte.

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    1. Bon Scott on vocals and Angus hitting every note cleanly. I saw the band later in form with Brian Johnson, but I always wished to see them when they recorded this great live album.

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