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John Coltrane, 1957

Produzent/ Bob Weinstock

Label/ Prestige

Das erste Album versammelt beispielhaft jene Lick-Sammlung, über die Trane damals verfügte. Es handelt sich dabei um persönliche Sprach-Formeln, die in leichten Variationen in all seinen Soli auftauchen und oft als Ausgangspunkt einer Improvisation oder auch als verbindender Brückenschlag in Akkordwechseln dienen. Die Analogie zur Sprache drängt sich auf: Wir wissen zwar, was wir sagen wollen, doch um es auszudrücken, müssen wir auf jenes Repertoire an Wörtern und Formulierungen zurückgreifen, das wir verinnerlicht haben. Diese „verbalen Wendungen“ korrespondieren mit den melodischen Licks eines Saxophonisten. Während beispielsweise Sonny Rollins dafür berühmt war, seine Improvisationen mit launigen Zitaten aus Songs oder anderen Saxophonsoli anzureichern, erschien John Coltrane eine solche Zitierlust nicht ernsthaft genug. Ihm ging es mehr und mehr um sein eigenes Hier und Jetzt, um das, was er und die Band in eben diesem Augenblick erschaffen konnten. Begleitet wurde der Tenor-Saxophonist von John Splawn (Trompete), Sahib Shihab (Bariton-Saxophon), Mal Waldron (Klavier), Red Garland (Klavier), Paul Chambers (Bass) und Al Heath (Schlagzeug).

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