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Kate & Anna McGarrigle, 1976

Produzent/ Joe Boyd, Greg Prestopino

Label/ Warner Bros.

Kate und Anna McGarrigle waren halb britische, halb franko-kanadische Schwestern, geboren in den 40er Jahren in Montreal. Sie wuchsen in dem Bergdorf Saint-Sauveur-des-Monts auf und erhielten dort von Nonnen Musikunterricht. Auch die Familie McGarrigle selbst scheint sehr musikverliebt gewesen zu sein: man sang zusammen, spielte Klavier und lud Freunde und entfernte Verwandtschaft zu Banjo-Wochenenden ein. Die Musik, mit der Kate und Anna aufwuchsen, waren viktorianische Balladen, franko-kanadische Volkslieder, ein wenig Blues und Jazz.

In den sechziger Jahren studierte Kate Maschinenbau, Anna besuchte die Art School. Die Schwestern waren regelmässige Besucher- und Musikerinnen in diversen Folk-Clubs, vor allem im Cafe Lena in der Universitätsstadt Saratoga im Staat New York. Jemand schickte eins ihrer Tapes an Maria Muldaur nach Los Angeles, die zwei der McGarrigle-Lieder auf ihrem Debüt-Album sang. Warner-Produzent Joe Boyd holte die Schwestern zu den Aufnahmen, um Background zu singen und selbst Demoaufnahmen zu machen. Daraus entstand die umjubelte erste Platte, auf der Tony Levin den Bass bediente, Steve Gadd trommelte, David Spinoza Gitarre spielte und weitere Studiocracks wie Hugh McCracken, Bobby Keys, David Grisman, Russ Kunkel und Gaststar Lowell George mitmachten. Herausragend der von Loudon Wainwright III geschriebene „Swimming Song“, ein kleines Wunder an Optimismus, Lebensfreude und unterschwelliger Gegenwart des Todes…

Loudon Wainwright III war damals Kates Ehemann, bevor er Suzzy Roche eine andere singende Schwester heiratete. Das erfolgreiche Debüt-Album etablierte die McGarrigle-Schwestern sofort als Songwriterinnen. Judy Collins, Nana Mouskouri, Emmylou Harris und Linda Ronstadt nahmen die Lieder von Kate und Anna auf. Die eigene zweite Scheibe erschien 1977 und hiess „Dancer With Bruised Knees“, eine sehr mollgestimmte Platte mit einigen französischen Songs, an der auch John Cale mitarbeitete.

7 Gedanken zu “

    1. I also came to the McGarrigle sisters via Loudon Wainwright. I like the simplicity of their music, with its laid-back almost rural feel accentuated by fiddles, mandolins, and accordions. The combination of the two and the blending of French and English makes this music almost an exotic listening.

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      1. After their second LP „Dancer With Bruised Knees“, the McGarrigle sisters had a hang to the past. The lyrics are often set in a kind of artificial past or in a fairytale yesterday, a never-ending eighteenth century full of beautiful women, strong but spoiling villains, kisses here, sailing ship there. By the way: Loudon Wainright III was Kate’s husband before he married Suzzy Roche another singing sister.

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