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Jimi Hendrix Experience, Castles Made Of Sand, 1967

Text/Musik/ Jimi Hendrix

Produzent/ Chas Chandler

Label/ Track

Mit hoher Wahrscheinleichkeit gehört „Castles Made Of Sand“ neben „The Wind Cries Mary“ zu den beliebtesten Balladen, die Jimi Hendrix je geschrieben hat. Das Lied erzählt in drei kleinen, voneinander unabhängigen Geschichten über sich zerschlagende Träume bzw. Sandburgen, die vom Meer davon gespült werden.

Die erste Geschichte handelt von einem Mann, dessen ewige Sauferei dazu führt, dass seine Frau ihn vor die Türe setzt. Man hört auf der ganzen Strasse, wie sie ihn anbrüllte, er sei eine Schande, und ihm die Türe vor der Nase zuschlug. Jetzt steht er draussen vor der Türe, weint heisse Tränen, die den Rasen versengen, und schliesslich sieht er, wie die Sandburg seiner Liebe ins Meer stürzt.

Die zweite Geschichte erzählt von einem kleinen Indianerjungen, der mit seinem Freund im Wald „Krieg“ spielte und davon träumte ein grosser Indianerhäuptling zu werden. Endlich nahte der Tag, da er seinen Kriegsgesang anstimmen und seine erste Schlacht schlagen sollte. Aber am Abend zuvor lief etwas ganz fürchterlich falsch. Ein Überraschungsangriff tötete ihn ihm Schlaf – und wieder wird eine Sandburg im Meer verschluckt.

Die dritte Geschichte berichtet von einem Mädchen, das im Rollstuhl sass und stumm war. Die junge Frau beschloss ihrem Leben ein Ende zu setzen, fuhr mit ihrem Rollstuhl an eine Uferklippe und sagte lächelnd zu ihren Beinen: „You won’t hurt me no more“. Doch plötzlich sah sie so etwas Ungewöhnliches, dass sie aufsprang (!) und sagte: „Schau, ein Schiff mit goldenen Flügeln kommt auf mich zu“. Das Schiff hielt aber nicht an, es fuhr einfach weiter. Und so gleitet schliesslich wieder eine Sandburg ins Meer.

4 Gedanken zu “

  1. Das zu lesen versüßt mir den Tag, obwohl es traurige Geschichten sind. Es erinnert mich an den Oktobertag, an welchem ich an seinem Grab in der Nähe von Seattle stand…an die paar bunten Plastikgitarrensaiten, die da lagen. Daneben das Grab seiner Großmutter…
    Gruß von Sonja

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  2. Und nach über 50 Jahren noch immer eine ganz tolle Platte mit einem glasklaren Klang.
    Hut ab vor dem Tonmeister, zu der Zeit haben viele noch in Mono herumgemumpfelt… 😉

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