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Wilko Johnson / Roger Daltrey, Going Back Home, 2014

Produzent/ Dave Eringa

Label/ Chess

Was für eine Paarung: Wilko Johnson, Ex-Gitarrist der britischen Pubrock-Institution Dr. Feelgood und Rocklegende Roger Daltrey (The Who). 2010 trafen sich beide an einer Preisverleihung. Sie kamen ins Gespäch und entdeckten gemeinsame musikalische Vorlieben. Wie The Who ein Jahrzehnt zuvor waren auch Dr. Feelgood vom Sound von Johnny Kidd & The Pirates („Shakin All Over“) beeinflusst. Deren Gitarrist Mick Green lieferte die Blaupause für Wilkos Stakkato-Stil.

Im Januar 2013 wurde bei Johnson Krebs diagnostiziert. Die Ärzte sagten ihm, dass er nur noch Monate zu leben hätte, und dass seine Situation hoffnungslos sei. Er entschied sich gegen eine Chemotherapie und ging auf Tournee. Und mit Daltrey ins Studio. Mit dabei Wilkos versierte Liveband (Blockheads-Bassist Norman Watt-Roy und Drummer Dylan Howe, dazu Keyboarder Mick Talbot ( Ex-Style-Council, Dexy’s.)

Das Album „Going Back Home“ enthält elf Songs, alle von Wilko Johnson, mit der Ausnahme von Bob Dylans „Can You Please Crawl Out Your Window“. Daltrey singt sich mit viel Herzblut durch diese Tour de Force. Es gibt Covers der Solid Senders-Tracks „Everybody Carrying A Gun“ und „Ice On The Motorway“, die Feelgood-Hämmer „All Through The City“ und „Keep It Out of Sight“. Wilko Johnson ist übrigens nicht gestorben. Er spielt weiter. Bis heute.

19 Gedanken zu “

    1. Das Video für den Titelsong drückt bereits aus, wofür das ganze Album steht: für spielfreudigen, dynamischen Boogie-/ Blues-Rock, der nicht zu schräg ist und nicht auf die Tränendrüse drückt.

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    1. Thanks! „Ice On The Motorway“ is a great track. A bonus for me is that cover of Dylan’s „Please Crawl Out Your Window“. It was the B Side of the single „Leopard Skin Pillbox Hat“. I’ve never heard it anywhere else than on the single B Side and this is a storming version.

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    1. You’ll love this if you love Wilko Johnson’s guitar work with Dr. Feelgood. Conceived as a farewell album Wilko revisits some old classics and new material with the aid of Roger Daltrey on vocals. Daltrey brings something different to the versions and iI suppose some die hard Feelgood fans will compare them to Lee Brilleaux. For me Wilko is the real standout on this album. He’s really in superb form. I hope it’s over with his illness now, and he gonna make some more albums like this.

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  1. Über Wilko Johnson hatten wir uns vor einiger Zeit schon einmal unterhalten. Vermutlich hattest Du seinerzeit ein anderes Album von ihm vorgestellt, obwohl wir glaube ich es auch über diese Scheibe hatten.

    Wie auch immer, Wilko hat einen Klasse Sound, und die Kombination mit Roger Daltrey und die fetzige Musik machen einfach Spaß.

    Schön, daß Johnson seine Krebserkrankung offenkundig überstanden hat!

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    1. Yep, wir haben uns bereits über Wilko Johnson unterhalten. Die Musik von Dr. Feelgood, Pubrock, hiess sie den 70er Jahren, ein britische Art Variante des Rhythm & Blues, gespielt von saufenden, rauchenden und schwitzenden Männern in schlecht sitzenden Anzügen, war eine Zwischenlösung für das Proletariat bevor Punk mehr daraus machte als Wochenendfrustration. Mir haben die ersten vier Feelgood-Alben mit Wilko Johnson am besten gefallen, allerdings gibt es auch ein paar solide Scheiben mit seinem Nachfolger Gypie Mayo. – Dr. Feelgood wird hier bestimmt wieder eine Sprechstunde geben.

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    1. I like this this album. It’s just back to basic’s rock’n ‚roll that might have felt right at home on the earliest Who albums. Daltrey’s older voice has a bit more gruff around the edges and fits perfect with Johnson’s punchy guitar.

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      1. I found it a different match but it worked. You never know when musicians cross paths and decide to get together to make music. How many have talked ab out it and never made it happen?
        Music Enthusiast just did a take on ‚Nils Lofgren doing a record of songs he collaborated on with Lou Reed.

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