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Robert Plant & Alison Krauss, Raising Sand, 2007

Produzent/ T-Bone Burnett

Label/ Rounder Records

Die Kombination von Robert Plant und Alison Krauss war nicht zu toppen. „Raising Sand“, das erstaunliche Resultat ihrer musikalischen Liaison, bewies, dass die Stimme von Led Zeppelin und das Golden Girl des Bluegrass füreinander geschaffen waren. Mit 60 präsentierte sich Plant nicht als testosterongetriebener Gockel, sondern als gereifter Sänger, der sich nichts vergibt, wenn er der Jugend den Vorzug lässt. Und Krauss, deren glockenhelle, ätherische Stimme sich in Songs von Tom Waits, Townes Van Zandt, Allen Toussaint, The Everly Brothers, Sam Phillips oder Gene Clark elegant um seine windet, erwies sich als perfektes Pendant.

„Raising Sand“, diese bezaubernde Exkursion ins Herz der amerikanischen Populärmusik, spürte Wurzeln nach, die sich in der Erde festkrallten, dort, wo die Grenzen zwischen Blues und Bluegrass, Country und Folk, Rock’n’Roll und Rockabilly verschwimmen. „Raising Sand“ klingt leichtfüssig und zeitgemäss. Die war der Grund für den kommerziellen Erfolg: Das von T-Bone Burnett produzierte verkaufte bis heute weltweit über zwei Millionen Kopien. Ein Crossover-Wurf und künstlerischer Triumph, der im Frühjahr 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet wurde.

24 Gedanken zu “

    1. „Raising Sand“ funktioniert wohl deshalb so gut, weil sich Plant und Krauss sozusagen auf halbem Wege entgegenkommen, so wie man es in harmonischen Beziehungen halt macht.

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      1. Stimmt. Sehr schöner Song von Led Zeppelin mit dem exotischen Klang der Mandoline, dazu ein folkiges Arrangement und die Stimme von Sandy Denny.

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  1. Naja, 2007 war Robert Plant schon lange nicht mehr die „Stimme von Led Zeppelin“ (von dem einmaligen Ausflug in die O2 Arena in London abgesehen). 😉

    Aber Raising Sand ist ein Spitzen-Album mit einigen Songs, die mir das Pipi in die Augen treiben…

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    1. Nein, auf „Rising Sand“ ist Robert Plant definitiv nicht mehr die „Stimme von Led Zeppelin“. Er hat sich durch die Techniken eines Rocksängers die hohen Töne gründlich kaputt gesungen, was den Vorteil hat, dass er seit 20 Jahren eine einzigartiges Timbre in den Tieflagen hat. Und wo Plant für die Erdung zuständig ist, sorgt Krauss für klare Höhen. Die beiden Stimmen harmonieren perfekt.

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  2. 2 Mio mal verkauft? Okay. Einmal auch von mir – und es war – umwerfend langweilig.
    Nix wollte hängenbleiben. Namedropping irgendwie. Nach 20 Minuten weißt du nicht mehr welcher Song gerade läuft. …. Nix für ungut. Die Geschmäcker halt.

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    1. Ich finde Plant und Krauss funktionieren sehr gut. Das Album ist perfekt eingespielt und hörenswert, wenn auch sehr kühl kalkuliert. Ich habe höchstens so mein Problem damit, wenn man Preise an zwei gestandene, bekannte Sänger vergibt. Es gibt viele junge Talente, denen gehört die Zukunft.

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    1. Robert Plant doesn’t need to make any more money, either Miss Krauss. And for me T-Bone Burnett remains one of the best producers of handmade music. I think people just found each other, made some cover songs and had fun with it. And Plant loves this sound, you can hear that on his album „Band of Joy“. Again with singer, again american roots sound.

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    1. Thanks CB! I grew up with his hits „Green Green Grass Of Home“ and „Delilah“. I never was never a big Tom Jones fan but I appreciated his voice and talent. Watched him yesterday „Live on Soundstage“. His duets with Alison Krauss are great. He has also revamped the oldies and they are much better than the originals. If you like Alison Krauss, I also should mention Alison Krauss & Union Station.

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  3. Ich bin mit Zeppelin gross geworden. Doch irgendwann moche ich die olle Kapelle nicht mehr hören. Mit der Plant/Krauss Platte kam das Interesse dann wieder und vor allem auch das an seinen Solowerken, wovon es doch ein paar ziemlich tolle gibt…. Guter Mann….

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    1. Der sexistische Hahnenschrei der frühen Led Zeppelin geht mir bisweilen auch auf die Nerven. Bei der Plant/Krauss Platte hingegen ist es wie bei einem guten Neo-Western; hier darf man sich einer Tradition mit zeitgerechten Einflüssen und tief gehenden, ja regelrecht subtil aufwühlenden Gefühlen hingeben.

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