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The Who, I Can See For Miles, 1967

Text/ Musik/ Pete Townshend

Produzent/ Kit Lambert

Label/ Polydor

Nach meiner Meinung war das die beste Who-Single aller Zeiten. Niemals zuvor hat die Band so geschlossen geklungen wie auf dieser in allen Belangen ausgefeilten Langstrecken-Single. Psychedelisch zwar, jedoch keineswegs tripmässig, zerrt sie zwar an der buchstäblichen Leine, wird aber von Pete Townshends straffen, gehaltenen Gitarrenphrasen, Keith Moons besonders als Melodiebegleitung makellosem Drumming und knisternder Elektrik im Zaum gehalten. Das Solo ist eine Offenbarung: brummendes Feedback, gehackte Akkorde und Moon in Topform. Weil es nicht möglich war, die beiden dazusynchronisierten Gitarrenparts von Pete Townshend in Konzerten zu replizieren, haben The Who diesen Song bis 1989 nur selten live gespielt.

Dass es „I Can See For Miles“ nicht zur Hit-Single schaffte, war für Townshend eine herbe Enttäuschung. Dass zu dieser Zeit „The Last Waltz“, eine zuckersüsse, fürchterlich sentimentale Ballade mit dem elenden Engelbert Humperdinck an der Spitze stand, machte das Ganze auch nicht unbedingt besser. Bei der späteren CD-Version ist das Gitarrensolo nicht wie bei der Single und der Original-LP „The Who Shell Out“ in einer Ping Pong-Stereo-Version von Lautsprecher zu Lautsprecher zu hören.

10 Gedanken zu “

    1. Yep, this is still a great long-distance-song! But even if Townshend had decided to metricate his lyrics, it wouldn’t have been „kilometers“. After all, in non-American English the spelling is „kilometres“.

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    1. The Who zählen zu meinen Lieblingsbands, und ich finde das neue Album macht weitgehend Spaß zu hören.

      Für Herren in ihren siebziger Jahren demonstrieren Pete Townshend und Roger Daltrey eine bemerkenswerte Power. Allerdings kommt die Scheibe sicherlich nicht an Klassiker wie
      “I Can See For Miles” or “Won’t Get Fooled Again” heran. Aber dies wäre vielleicht auch ein unrealistischer Vergleichsmaßstab.

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      1. Ja, das stimmt, das wäre nicht fair, die neue Platte mit den Klassikern zu vergleichen. Danke für die Info, ich werde das Album noch einmal hören. Also besser als der Vorgänger ist sie auf jeden Fall jetzt schon. Viele Grüße

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      2. Ich habe den Vorgänger als gehört er seinerzeit herauskam. Ich kann mich offengestanden an keinen einzigen Song erinnern!

        Auf dem neuen Album gefallen mir insbesondere die ersten drei Nummern. Außerdem fand ich, daß es bei wiederholtem Anhören besser wurde.

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      3. Ich habe mir nun das ganze „Detour“-Album angehört. „Mein Song, dein Song, fuck, egal“ – diese Wut von zwei schlecht gelaunten alten Männern gefällt mir. Aber leider hält das Album nicht, was „All The Music Must Fade“ verspricht. Spätestens ab Song Nummer fünf wird es ziemlich schnulzig und beliebig. Und am Ende fragt man sich, ob es dieses Album wirklich gebraucht hätte? Natürlich nicht: „Hope I Die Before I Get Old“, hiess es ja schon 1967 in „My Generation“. Aber warum sollte man zwei alten Männern verbieten Musik zu machen?

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