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Motörhead, Heroes, 2017

Text/Musik/ David Bowie

Produzent/ Cameron Webb

Label/ WEA/Silver Lining Music

Manch einer mag es Leichenfledderei nennen, die posthume Veröffentlichung von Aufnahmen. Aber zum einen wäre es schade drum, zum zweiten hat man dann die Sammlung komplett, und drittens ist Lemmy eh unsterblich.

Im September 2017 kam „Under Cöver“ heraus, eine Sammlung mit elf von Motörhead gecoverten Titeln. Die meisten dürften bereits bekannt sein, aber ein Stück ist sozusagen neu: „Heroes“ von David Bowie. Eine der letzten Aufnahmen von Motörhead und stilistisch fast irriterend. Der Song wurde während der Bad Magic Session im Jahr 2015 aufgenommen und ist einer der letzten Songs, die die Band zusammen aufgenommen hat.

„Es ist so ein grossartiger Bowie-Song, einer seiner besten und ich konnte mir vorstellen, dass es sehr gut werden würde, und so war es auch. Lemmy hat unsere Version geliebt‘, sagt Phil Campbell.

Mikkey Dee: ‘“Lemmy war sehr, sehr stolz auf den Song, nicht nur weil er so gut geworden ist, auch weil es sehr viel Spass gemacht hat. Und das sollte ja so sein, das diese Art von Projekte einfach nur Spass machen.“

16 Gedanken zu “

    1. Dank für den Link! Robert Fripp ist ein aussergewöhnlicher Musiker und am bekanntesten ist sicher sein Gitarrenriff 1977 auf Bowies „Heroes“. Ich finde das Cover von Motörhead auch sehr gelungen. Vielleicht nicht mehr so, wie einer dieser schnellen, gewaltigen Vollgassongs aus der Zeit von „Ace Of Spades“. Aber ehrlich: War Lemmy Kilmisters Gesang jemals mehr als ein Röcheln?

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      1. Weiß ich. Deshalb würde ich mir eben wünschen, dahinsiechende Stars entschieden sich für den Marlene Dietrich Weg oder den der Brigit Bardot, nix mehr Kunst, höchstens noch dann und wann ein Interview. Keine solchen Halbtotaufnahmen, es sei denn, man heißt Tom Waits – bei dem wäre auch sowas noch interessant.

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      2. Ich bin durchaus deiner Meinung, wenn es um Produktionen alternder Rockstars wie die Stones oder The Who geht. Nötig ist sowas nicht, originell schon gar nicht, aber verbieten kann man das auch nicht. Lemmy hat sogar die Vorstellung ausgehebelt, dass man jung sein muss, um wilde Musik spielen zu dürfen: „ If you think you are too old to rock’n’roll then you are“.

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      3. Yep, „Detour“ hat ein paar Songs drauf, die mir auch gefallen. Vorallem „All The Music Must Fade“ ist gut; hier spürt man die Wut von zwei schlecht gelaunten alten Männern, die den Song niederrocken, als würde damit das Ganze besser. Ich wünsche Dir noch schöne Festtage!

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  1. Eine Welt ist immer hier und jetzt, in dem Moment, wo das Instrument gespielt wird, wird es zum Rückblick.
    Dankeschön für die tollen vielen Blicke zurück. Wir verarbeiten sie in uns, um dann am nächsten Morgen wieder los zu legen. Neugierig und freudig auf die nächsten Klänge.

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