Willy DeVille, Hey Joe, 1994

Text/ Musik/ Trad. arr. Willy DeVille

Produzent/ John Philip Shenale

Label/ Fnac Music

Wer genau der Autor von „Hey Joe“ ist, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit klären. Die meisten Musikhistoriker schreiben dem kalifornischen Folksänger Billy Roberts die Urheberschaft zu, der den Song wohl 1961 geschrieben hat. Die US-Band The Leaves spielten im Oktober 1965 eine Version ein, die bis auf Platz 31 der US-Pop-Charts vorrückte. Aber auch die Surf-Band Surfaris, The Byrds, Jimi Hendrix und Deep Purple sowie unzählige weitere Künstler coverten den Song.

1994 veröffentlichte der US-Sänger und Songwriter Willy DeVille eine ziemlich originelle Version. Dafür orientierte er sich an traditionellen mexikanischen Mariachi-Ensembles. „Mariachis haben aber normalerweise keine Instrumente wie Timbales oder Congas. „Ich wollte dem Song mehr Street Credibility geben, und dafür fügte ich Percussion hinzu.“ Zu dieser Percussion gehört auch eine Cha-Cha-Glocke, die resolute Viertel markiert und den Song tanzbar macht. Dieser Kunstgriff verfehlte seine Wirkung nicht, und mit seiner Version von „Hey Joe“ gelang Willy DeVille sogar ein kleiner Hit, natürlich in Europa, wo das Publikum besser auf den Mann ansprach als zu Hause.

16 Gedanken zu “

    1. I’m a long-time fan of De Ville since first hearing him in 1977. „Backstreets Of Desire“ is a great album full of addictive Latin rhythms, bluesy rock riffs and that hard-as-nails but simultaneously tender voice.

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      1. I first heard of him in late 2009. “Storybook Love” and “Just to Walk That Little Girl Home” were the first songs I heard and fell in love with. There aren’t any songs that I flip past on my playlist as I like them all. Not many in my circle have even heard of him. I think today is a good day to listen to my Willy DeVille playlist. 🙂

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      2. Yes, Willy DeVille was better known in Europe than in the States. He
        played often here in Switzerland. I saw him twice on stage. My favorites are his Rock’n’Roll / Rhythm’n’Blues albums produced by Jack Nitzsche; some other things, like “Miracle”, „Le Chat Bleu“ and the final „Pistola“ are fine.

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    1. „Backstreets Of Desire“ ist ein Meisterstück, doch Willys Credibility ist so gross, dass ich mich bei ihm nicht auf ein Lieblingsalbum einigen kann. Da wären bestimmt die früheren Rock’n’Roll/ Rhythm’n’Blues Alben mit denen er Ende der 1970er Jahre als Punk entdeckt wurde. Aber auch im ländlichen Mariachistil war Willy DeVille ein Meister, was man sehr gut in den locker köchelnden Texmexversionen von „Who Shot The Lala“ oder „Hey Joe“ hören kann.

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      1. Beating Like Tom-Tom, Storybook Love, Italien Shows, No Such Pain As Love, Maybe Tomorrow, Esch Word‘s A Beat Of My Heart, Stand By Me, … so viele tolle Songs und Aufnahmen. Hatte das Glück ihn auch live erlebt zu haben.

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      2. Live war Willy eh ein Muss. Da verfocht er eine zwar verruchte, aber auch sehr nachdrückliche Eleganz, wie man sie in der Popmusik kaum findet.

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    1. „Backstreets Of Desire“ ist ein sehr gutes Album und „Hey Joe“ ein Klassiker der guten Coverversionen: Einfach innovativ wie Willy DeVille das gemacht hat. Es ist fast ein ganz anderer Titel dabei rausgekommen – und doch unverkennbar „Hey Joe“.

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    1. Simply innovative what Willy did here. Almost a completely different song and yet it is unmistakably Hey Joe.

      I can see the songs your Corinne-Suter-fan-friend plays at the Hopper-gas-radio-station – but unfortunately I get no airplay here in Switzerland.

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      1. I love what he did. When I first heard it, caught me by surprise. Now it’s the one I have in my head
        Yeah, The Grand figured you might have a tough time getting his station from where you’re at. He has looked at your takes and sees a lot of common ground.

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