Los Lobos, The Neighborhood, 1990

Produzent/ Larry Hirsch, Los Lobos

Label/ Slash Records

Selbst nach dreissig Jahren klingt „The Neighborhood“ noch frisch. Zusammen mit „How Will The Wolf Survive?“ (1985) und „By The Light Of The Moon“ (1987) bildet es das Triple der Highlights der Los Lobos-Frühphase.

1973 gegründet, blickt die Band auf eine beachtliche Karriere zurück und ist auch heute noch aktiv. Neben der Stammformation machen auf diesem Album einige musikalische Nachbarn mit. Da wären unter anderem: John Hiatt, die Drummer Jerry Marotta sowie Jim Keltner, Tastenmann Danny Timms, Levon Helm oder Mitchell Froom. Nicht zuletzt schrieb der Gitarrist und Sänger Cesar Rosas mit Willie Dixon den Song „I Can’t Understand“. Sehr schöne Gitarren, zusammen mit einem tollen Saxophon-Sound, bei dem das Bariton-Instrument dominiert. Der Rhythmuswechsel verpasst dem Stück noch einen weiteren Groove. Richtig aufgedreht wird in „I Walk Alone“; Marotta am Schlagzeug und zur Verstärkung spielt Alex Acuna Handtrommeln. Ruhiger geht es dann mit „Angel Dance“ weiter; eine luftige Nummer, die man sich immer wieder gerne anhört.

Bei „Down On The Riverbed“ singt John Hiatt; allein diese vier Minuten sind ein starker Einstieg für das Album. Bei dem Country-Song „Emily“ spielt Levon Helm Mandoline. Besonders interessant ist hier der durch die elektrische Gitarre gesetzte Kontrapunkt. Das im Duett mit Helm gesungene „Little John Of God“ ist mit akustischer Gitarre und Akkordeon sparsam instrumentiert und wirkt gerade deswegen intensiv. „Jenny’s Got A Pony“ ist Party-Atmosphäre nach Art des Los Lobos-Hauses. Hier singt ein 23-köpfiger Chor mit. Man hat alle möglichen Familienmitglieder der Hidalgos, Bryans, Parras oder Rosas‘ und wie sie alle heissen, eingeladen, die Stimmung zu verstärken.

Selbstredend steht „The Neighborhood“ auch für den Tex-Mex und es ist erfreulich, welche Genre-Breite Los Lobos auf ihrem damals fünften Album zu bieten hatten. Ich kann es nur wiederholen: „The Neighborhood“ ist ein zeitlos schöne Platte.

15 Gedanken zu “

    1. „The Neighborhood“ gehört für mich zu den besten Alben der Wölfe. Habe die Platte schon oft gehört. Mexikanische Volksmusik, Rock und Blues, Folk und Country, alles sehr abwechslungsreich. Liebe Grüsse aus Bern (32 Grad).

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      1. Ich kann mich noch erinnern, an den Sommer in New York, als die Temperatur an einigen Tagen über 30 Grad gestiegen war. Das war damals (1984) an der amerikanisches Ostküste ein eher seltenes Ereignis, das üblicherweise höchstens ein, zwei Tage pro Jahr stattfand.

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  1. The Neighborhood is an iconic album that brims with Latino music culture. It’s romantic, optimistic, but complicated and very rhythmic. I like the hardcore blues of I Can’t Understand and the Tex-Mex folk of Little John of God. The whole album is a very good stew.

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    1. I like this album. Although the styles vary, each song is high quality and not over produced like a lot of their later stuff. „The Neighborhood“ has a loose feel which makes it easy to listen to repeatedly, as you can groove on the energy of the soul of the tunes. My favorite songs are „Emily“, „I Walk Alone“, „I Can’t Understand“, and „The Giving Tree.“ The two ballads are very nice too. Peace to my virtual neighborhood!

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  2. Saw them live a while back and just a few weeks ago in a live stream they did. It was odd because somehow I wound up on a mail list and was able to watch them via Zoom while at the same time it was simulcast on YouTube. They wanted us Zoomers to jump up and down and dance. Very embarrassing. Had I known it was also on Youtube I would have gone there first.

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    1. Los Lobos played often here in Switzerland. I saw them once twenty years ago. Very good band that is rough and versatile live without ever appearing overbearing. The Youtube show and the mailing list is embarrassing. But maybe they did this because there was no studio audience at the show because of Corona?

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      1. Los Lobos tour constantly. I’ve seen them once here but I could literally have seen them about 8 times in the last few years if I wanted.

        Also, to clarify, yes they did that show 100% for the fans as they cannot tour. It was not a great show. The sound was off and frankly they didn’t seem well-rehearsed. The embarrassing part was having these clowns that were hosting it continutally urging people to dance as „the band can see you.“ Every once in a while I would wave my beer at them but that was about it.

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