Tom Petty, Wildflowers & All The Rest, 2020

Produzenten/ Rick Rubin, Tom Petty, Mike Campbell

Label/ Warner Records

Am 20. Oktober 2020 hätte Tom Petty seinen 70. Geburtstag gefeiert. Vor drei Jahren starb er an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel. Mit seiner Band, den Heartbreakers hatte Petty seit den 70er Jahren die Rockmusik mitgeprägt. 1994 erschien sein Solo-Album „Wildflowers“, das nach zwei von Jeff Lynne polierten Produktionen etwas Erdiges, in jeder Hinsicht Reduziertes hatte. Rückblickend ist „Wildflowers“ eine derjenigen Platten im Repertoire von Tom Petty die besonders gut alterte. Gerade ist sie um erhebliches Bonusmaterial erweitert als „Wildflowers & All the Rest“ neu veröffentlicht worden.

Was hier aber so lapidar als „Rest“ bezeichnet wird, bedeutete Petty enorm viel. Eigentlich hatte Petty das Album damals mit Co-Produzent Rick Rubin als Doppelalbum angelegt. Seinem Label Warner war es aber zu lang und so erschien es am Ende mit 15 statt mit 25 Songs. Bei allem Mehrwert, den nun dieser Re-Release bietet, darf man aber konstatieren, dass die ursprünglichen Songs des Albums in ihrer Original-Reihenfolge als Pettys leises Meisterwerk für sich selbst stehen. Von den bisher unveröffentlichten Songs sticht vorallem das schwermütig-hoffnungsvolle „Confusion Wheel“ heraus, das schon beim ersten Hören wie ein Americana-Klassiker klingt. Auf der Deluxe Edition gibt es zum Teil schöne, intime Home Recordings einiger Songs und Live-Aufnahmen dazu. Auf der Super-Deluxe-Version gibt es dann alternative Studioaufnahmen. Und wer meint, eine „einzigartige Unisex-Halskette“ und einen „massgeschneiderten Stoffbeutel“ zu brauchen, nimmt die Absurd-Deluxe, äh, Ultra-Deluxe-Version für 500 Dollar.

24 Gedanken zu “

  1. Re-issues have become like concert packages, haven’t they? Do you want the ordinary ‚cheap seat‘ or one of an increasingly opulent choice of luxury packs. To be honest, I liked the days when an album was an album. Your thoughts, hf63?

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    1. I am with you Bruce! The original album stands for itself. Some additional songs have their charm. But the ultra-deluxe edition for 500 bucks (already sold out!) is just a curiosity for the obsessive.

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      1. … and the cashed up Boomer, presumably. The ones I love are either when there are genuinely different takes/additions (eg: the recent Eno „Apollo“ reissue) or when a contemporaneous live recording is added (as Sony Columbia did a while back with the Legacy series).

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  2. Naja. Der rangiert bei mir am hinteren Rand der Guten, sozusagen. Klang anfangs mit seinen Heartbreakern als ob er die Byrds beerben wolle und es nicht hinkriegt. Später gelang das besser. Zu „learning to fly“ Zeiten mochte ich ihn – ein bißchen. Und die Wilburys natürlich auch. Aber die schnelle Übersättigung erledigte den Fall dann ganz.

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    1. Wer sich auch nur einigermassen mit Rock- und Popmusik, beschäftigt, der wird wohl an einem Tom Petty nicht vorbeikommen. Im Vergleich zu den früheren Alben, klingt „Wildflowers“ entspannter. Die Songs haben nicht unbedingt viel Einfallsreichtum, aber mir gefallen sie gut, gerade weil sie so unspektakulär und altmodisch sind.

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    2. Warum muss man so etwas auf die überhebliche Art raushauen, das wird der Sache nicht gerecht.
      Gut er gefällt die nicht so, aber vielen anderen und es geht nicht um Helene Fischer oder Peter Maffay, über die man sich wirklich ruhig mal lustig machen kann.

      Mir ist es vollkommen wumpe, ob dir Tom Petty gefällt, aber warum sparst Du dir deinen Kommentar nicht einfach? Mir gefällt auch vieles nicht, ich sage oder schreibe dann einfach nichts dazu, vor allem, weil ich Leuten denen es gefällt, nicht auf die Füße treten will… Das ist einfach blödes, arrogantes Getue…

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      1. Nö. Ich hab ja nicht den Hotfox angegriffen oder sowas. Ich hab lediglich von mir und TP geredet. Mehr nicht. Der Rest ist halt deine Auffassung.
        Wenn alle nur loben – wirds ja auch langweilig.

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  3. Ich liebe den Kerl, seit ich ihn kenne, ganz lange ist das her.
    Und ich war erschüttert, als er so plötzlich starb, auf so eine blöde, überflüssige Art.

    Mit Wildflowers & All The Rest ist er wieder ein bißchen da, ich habe die Scheibe(n) gleich bestellt, natürlich auf Vinyl, denn Tom Petty ist analog, aber so was von… 😉

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    1. „Wildflowers“ ist für mich ein herzerwärmendes Album, das mich in Sachen Melodien/Harmonien und von den Lyrics her nie enttäuscht hat. Der „Rest“ mit den seinerzeit ausgelassenen Songs, den Demos und den Live-Performances bringen zwar musikalisch nur einen bescheidenen Mehrwert, erhellen aber das bis zu seinem Tod immer etwas unterbelichtet gebliebene Porträt von Tom Petty.

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  4. I’ve always liked Tom Petty because his music is timeless. It would fit in many eras. Only a couple of his albums I didn’t like (Let Me Up I’ve Had Enough…the production was cold to me) but still found some songs I liked on each.

    I do like this album…it’s in my Petty top 5…

    As far as the music I would like to hear it because this is what the artist envisioned…so that makes it different to me than just another reissue.

    Only a few reissues I actually think enhanced the original album…The one I liked the most…and as you very well know I’m biased…The White Album…they turned a sometimes muddy sounding album into something new and worth the reissue because of the new mix.

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    1. Tom Petty & The Heartbreakers had this perfect slice of good old-fashioned American rock ’n roll: polished but dirty, rambunctious but gratifying. After the success of The Traveling Wilburys he made his first solo album „Full Moon Fever“ which is in my opinion was Petty’s most mature record at that time. The second solo album „Wildflowers“ from 1994 was just great. The stripped down sound was in contrast to his previous albums, and the lyrics had a personal turn that Tom Petty hadn’t brought out to this before.

      Petty and Rubin recorded enough tunes for a double album – which the record company refused. „The Rest“ is now those records, along with demos, outtakes and live tracks. For me I didn’t need another „Wildflowers“ album and those extra songs I can easily hear on spotify, youtube or somewhere.

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  5. Doppelalben mag ich sehr, deshalb ist klasse dieses in gedachten Zusammenstellung und gleiche Aufnahmequalität hören zu dürfen.
    Danke für die Erläuterungen dazu auch wenn ich zur CD greife, weil wesentlich sind doch eher die Mastertapes.
    Auch habe ich nur Stereo plus Subwoofer und dieser Tom Petty kracht exzellent.

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    1. „Wild­flowers & All The Rest“ ist tatsächlich interessant, weil Petty und Rubin für das 1994 erschienene Album „Wildflowers“ genügend Material für ein Doppelalbum hatten, doch Warner redete ihnen das aus. Bei der Wiederöffentlichung sind denn auch die ursprünglich gestrichenen Songs keine blossen Beigaben sondern ein essenzieller Teil.

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  6. I like all the thoughts on this Fox. At the end of the day I will give this a spin. Looking forward to it. I’m a Tom guy. Not quite off topic but the album I’ve been listening to the most the last few years has been ‚Echo’s‘

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    1. The songs from the original „Wildflowers“ album are still the best for me. With all the added value that this song package has (deluxe, superdeluxe, ultrasuperdeluxe edition), it didn’t change the original. Sure, the re-release has some nice songs („Confusion Wheel“ or „Leave Virgina Alone“) but the demotapes and live performances are just for die-hard Tom Petty fans.

      No question, CB – „Echo“ is a good album. But in my personal hit list it comes after „Damn The Torpedos“, „Southern Accents“, „Into The Great Wide Open“ or „Full Moon Fever“.

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      1. I’ve now listened to „Echo“ again, CB! The album sounds convincing in its entirety. But I miss the corners and edges. I know it’s all a matter of taste, but the greatest album by Tom Petty and the Heartbreakers is for me still „Damn The Torpedoes“. Brilliant catchy songs, not a bad track, trademark Jimmy Iovine production from this era.

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