Peter Green, In The Skies, 1979

Produzent/ Peter Vernon-Kell

Label/ PVK/EMI

1967 wurde Peter Green Nachfolger von Eric Clapton bei John Mayall’s Bluesbreakers. Auf „A Hard Road“, dem einzigen Album, das er mit den Bluesbreakers aufnahm, machte der 20-Jährige klar, dass er mehr konnte als Vorbilder zu zitieren. Welche Palette an kreativem Ausdruck er abrufen konnte, um eine betörend geheimnisvolle Atomsphäre zu kreieren, demonstrierte er sehr eindrucksvoll in seiner Komposition „The Supernatural“.

Mit seinen Bluesbreakers-Kollegen Mick Fleetwood und John McVie gründete Green dann im Sommer 1967 Fleetwood Mac. Der von Green komponierte Instrumentaltitel „Albatross“ bescherte der Gruppe den ersten Nummer-1-Hit. Weitere Green-Titel waren „Black Magic Woman“, „Man Of The World“, „The Green Manalishi“ und „Oh Well“. Green verkraftete den schnellen Aufstieg zum Star ebensowenig wie den Drogenkonsum. Seine Verhalten wurde zunehmend erratisch: Er trat im Büsserhemd mit Kruzifix um den Hals auf die Bühne, seinen Besitz wollte er den Armen schenken. Im Mai 1970 nach mehreren US-Tourneen, stieg der Gitarrist aus.

Erst 1978 gelang ihm mit dem Album „In The Skies“ ein überraschendes Comeback. Die stark vom Blues geprägten Stücke erinnern an frühere Kompositionen von Green bei den Bluesbreakers oder bei Fleetwood Mac. Unterstützt wird Green auf dieser Platte von anderen grossartigen Musikern. Vorallem die Instrumentalstücke „Slabo Day“ und „Apostle“ stechen mit der tatkräftigen Hilfe von Snowy White besonders hervor.  „In The Skies“ ist Gitarrenmusik vom Feinsten, immer wieder gut zu hören, wenn man gerade nicht auf Anstrengendes steht. Was dann allerdings nach dem Album viel zu schnell nachgeschoben wurde („Little Dreamer“ und „Watcha Gonna Do“), war ausgesprochen flach. Auch die 1996 gegründete Splinter Group machte klar, dass Peter Green nur noch ein Schatten seiner selbst war. Green litt unter Schizophrenie und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens völlig zurückgezogen.

14 Gedanken zu “

    1. Sehr schön gesagt! Peter Green hatte tatsächlich ein explosives Talent, auch wenn wenn sein Gitarrenspiel weniger spektakulär als jenes von Hendrix oder Jeff Beck wirkte. Seine Kunst war die feinen dynamischen Nuancierungen und dezenten Schattierungen. Langsam, soft und trotzdem powerful, so zelebriert er auch auf diesem Album den Blues.

      Gefällt mir

    1. Mellow Blues from Mr. Green with some gospel influences, from his 70’s post Fleetwood Mac period. Wonderfully subtle playing and some great musicians in support including Pete Snowy White and Bardens.

      Gefällt 1 Person

      1. Peter Green was a musician who knew how to transform his emotions into music. I always like to play „In The Skies“, close my eyes, relax, sit down, take it easy, wait and see what happens … a great album!

        Gefällt 1 Person

    1. While some of Peter Green’s later albums can be a little mixed, this is full of good stuff. The blues „A Fool No More“ goes back to Fleetwood Mac’s time in the late sixties. Other notable songs are „In The Skies“, „Tribal Dance“, „Apostle“. „Slabo Day“, the most beautiful track, didn’t belongs to Green, but to the wonderful Snowy White on lead guitar.

      Gefällt 1 Person

      1. I get more from instrumentals like „Slabo Day“. The have a repetitive motion rhythm background. The solo on this was played by Snowy White, it’s not brash or obsessively fast, it’s just a laid-back solo over a simple riff.

        Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.