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Elvis Presley, Tomorrow Is A Long Time, 1966

Text/Musik/ Bob Dylan

Label/ RCA Victor

1966 erwarteten nur noch eingefleischte Elvis-Fans Grosses von ihrem Idol. Dennoch machte Presley im Mai und im Juni jenes Jahres einige seiner bedeutendsten Aufnahmen seit seiner Glanzzeit. Bei diesen Sessions – aus denen das Gospel-Album „How Great Thou Art“ hervorging, das dem King einen Grammy und sein musikalisches Comeback einbrachte – wurde auch eine Version von Bob Dylans „Tommorrow Is A Long Time“ aufgenommen, die Dylan als sein Lieblingscover bezeichnete.

Das war nicht Presleys einziger Ausflug in Dylans Diskographie. Etwa zu gleichen Zeit nahm er zu Hause „Blowin‘ in the Wind“ auf und coverte „I Shall Be Released“. Sein „Tomorrow Is A Long Time“ orientierte sich jedoch an einer gewissen sparsamen, bluesigen Version der Folksängerin Odetta, die ihrerseits Dylan beeeinflusst hatte. Völlig im Gegensatz zu dem, was Presley damals sonst lieferte, war dieser Track gespenstisch und mit über fünf Minuten ungewöhnlich lang.

Dylans eigene Version (ursprünglich gedacht für „The Freewheelin‘ Bob Dylan“, 1963) erschien lediglich als Live-Take auf seinem 1970er Album „Greatist Hits Vol.II“. Gecovert wurde der Song u.a. von Rod Steward, Nick Drake und Sandy Denny, aber keine Version reicht an die von Elvis Presley heran.

11 Gedanken zu “

    1. Die beiden sind sich nie begegnet, aber sie wussten voneinander. Dylan hat Elvis vielleicht auf einer Bühne gesehen. Elvis Dylan zumindest im Fernsehen. „Tomorrow Is A Long Time“ in der Version von Elvis ist wunderschön. Der Song hat etwas von diesem auf und ab auf der Zeitachse des amerikanischen Highways.

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  1. Übrigens, gestern bin ich durch Zufall darauf gestossen, dass nun auch eine Biopic-Verfilmung zu Elvis geben soll. Aufgrund bekannter Umstände wurde der Filmstart auf Juni 2022 verschoben. Und kein Geringerer als Tom Hanks wird Colonel Tom Parker verkörpern.

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    1. Danke Sori! In den letzten Jahren ist ja ein wahre Flut an Filmbiografien über Musikerinnen und Musiker gemacht worden. Eine Film, der mir sehr gefallen hat, ist „ Walk The Line“ die Hommage an Johnny Cash. Das Biopic über Elvis Presley werde ich mir bestimmt anschauen. Da ist die Musik, die Mitte der 50er Jahre in den amerikanischen Jugendkulturen soviel bewegte und da ist die Beziehung, die Colonel Parker zu Elvis hatte. Elvis ist ohne die Figur des Colonel nicht denkbar.

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      1. „Walk The Line“ ist einfach herzerwärmend aber auch tragisch, weil er vorallem die Höhen unmd Tiefen aus Johnny Cashs Leben erzählt. Schauspielerisch bin ich beim dem Elvis-Film vorallem auf die Rolle von Tom Hanks als Colonel Parker gespannt. Die Figur des Colonel war eine der wichtigste im Leben von Elvis.

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    1. Yep, I would like to know what Elvis went through his head when he was singing this song. He got on the Mystery Train and went to Hibbing. They never met, but when Elvis died Dylan was out of himself: „I went over my whole life. I went over my whole childhood. I didn’t talk to anyone for a week after Elvis died. If it wasn’t for Elvis and Hank Williams, I couldn’t be doing what I do today. „

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