Bildschirmfoto 2017-03-12 um 11.20.12.png

Fela Ransome-Kuti And The Africa ’70 with Ginger Baker, 1971

Produzent/ Jeff Jarratt

Label/ Celluloid

Fela Kuti kehrte aus Amerika und Europa nach Nigeria zurück und brachte Funk (oder Afrobeat) und politisch geprägte Songtexte mit. Sein Problem: trotz „London Scene“ (der ersten LP von Africa ’70) und Singles wie „Lady“ und „Buy Africa“ war seine Heimat noch nicht für ihn bereit.

Hilfe kam von einem Aussenseiter: James Brown ging im Dezember 1971 zum ersten Mal auf Tour in Westafrika. Jetzt war Nigeria angesteckt. Kurz nach Brown’s Abreise hatte Kuti den ersten grossen Hit – „Jeun K’oku“. Die Band änderte den Namen in Africa ’70, zog in einen grösseren Club und fuhr bald darauf zu Aufnahmen nach London.

Als langjähriger Fan afrikanischer Musik ging Ginger Baker 1971 mit komplettem Studio nach Lagos. In London hatte er die frühesten Aufnahmen der Band mitproduziert; Kooperation war der nächste Schritt. Baker nimmt beim ersten Song Tony Allen’s Platz hinter dem Schlagzeug ein: „Let’s Start“ ist eine eindeutige Aufforderung zum Sex. Doch erst auf „Ye Ye De Smell“ kommt der früheren Cream-Musiker so richtig in Fahrt: Fela beginnt sein Klaviersolo, Allen schlägt die Trommeln, dann gibt Baker sein Feuer zum Rhythmus hinzu. Bei Kutis Saxophoneinsatz gehört das Stück schon den Drummern. Sie lassen nicht mehr locker.

Kurz darauf trafen sich die Musiker erneut und nahmen Baker’s LP „Stratavarious“ auf, die das Bewusstsein für die afrikanische Essenz der Rockmusik verstärkte.