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Jorma Kaukonen, Blue Country Heart, 2002

Produzent/ Roger Moutendt, Yves Beauvais

Label/ Columbia Records

Damit hat der frühere Jefferson Airplane- und Hot Tuna-Gitarrist auf seine alten Tage wohl selbst nicht mehr gerechnet. Schon seit jeher amerikanischer Roots-Music der akustischen Art zugetan, konnte der Rev. Gary Davis- und Blind Blake-Verehrer im Rush des „O Brother Where Art Thou“- Überraschungserfolgs einen langgehegten Traum realisieren: eine Platte an den Crossroads alter Country- und Blues Tunes, mit Major-Deal und mit Nashville’s feinsten Bluegrass-Pickern an Bord: Sam Bush (Mandolin, Fiddle, Background Vocals), Jerry Douglas (Dobro, Weisenborn-Guitar), Byron House (Bass, Background-Vocals) und Béla Fleck (Banjo).

Aber es sind beileibe nicht deren Fingerfertigkeiten, die „Blue Country Heart“ das authentische Flair ur-alter Schellacks bescheren, im bester heute möglicher Aufnahmequalität wohlgemerkt: Jorma Kaukonen scheint ihn zu fühlen, den Blues der Hobos zu Depressionszeiten – oder selbst genügend Aufs und Abs erlebt zu haben, um Songs der Delmore Brothers, von Jimmie Rodgers u.a. so lebendig und sinnig wie zur Zeit ihres Erstehens klingen zu lassen.

Schöne Scheibe! Empfehlenswert für Liebhaber von Country-, Folk- und Blues-Musik, aber auch für Leute, die mal wissen wollen, wie die Wurzeln der heutigen Rock- und Popmusik klingen.